Abstracts

134. ZAEN-Kongress 2018

SEM-014
Matthias Bacher und Dr.med.dent. Bodo Wettingfeld

Kranksein, Gesundsein, eine Frage des Bewusstseins
Donnerstag, 19.4.2018 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Bewusstsein, Seele, Psyche: Mit welcher Bedeutung könnten wir diese Begriffe belegen und wie können wir sie nutzen, um die Mechanismen von Gesundheit und Krankheit tiefer zu verstehen. Neben dem Körper-Seele-Geist Modell werden zeitlose Symbole der Traditionell Chinesischen Medizin den Rahmen bilden für essentielle Betrachtungen einer zentralen Lebensthematik. Die umschreibt, dass in der Begrifflichkeit Medizin lateinisch Medi die Mitte steckt. Und nicht zu vergessen: zin ziehen. Es werden diese Punkte sein, die zu Beginn den Weg des Seminars bestimmen werden. Dabei ist es wichtig, den Teilnehmern das Bewusstsein zu entwickeln, das all diese Punkte nicht nur für unsere Patienten gelten sondern auch für die Therapeuten. Die Profession Medizin kann somit die immer wieder anklingende Botschaft sein, den eigenen Lebensweg auszurichten von der Peripherie zum Zentrum, zur Mitte. Für die Arbeit mit den Patienten bedeutet dies, das authentische Vorleben des Weges im therapeutischen Alltag mit dem Ziel, ihn behutsam zu motivieren, etwas davon gemäß seinem Vermögen im eigenen Leben umzusetzen.
Praktische Beispiele aus dem täglichen Leben runden die Betrachtungen und schaffen Transparenz, im Umgang mit der Thematik, im eigenen Dialog, im Kontakt mit Patienten und letztendlich allen Menschen.
„Wer sich freiwillig unter das Gesetz stellt ist wirklich frei“. Dieser Satz von Schiller baut eine Brücke für den weiteren Verlauf und möchte die Begrifflichkeit „Gesetz“ mit Leben füllen. Es handelt sich dabei um universelle Lebensgesetze oder Prinzipien, nach denen die ganze für uns wahrnehmbare Welt aufgebaut ist. Ein Plus für mehr Gesundheit ergibt sich daraus, diese Gesetze zu kennen, zu verinnerlichen und dann im Alltag anzuwenden.

SEM-008
Dr.med. Bernhard Dickreiter

Alzheimer-Demenz
Neue ganzheitliche Präventions- und Therapiestrategien
Mittwoch, 18.4.2018 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Die Alzheimer-Krankheit wird den Zivilisationskrankheiten zugerechnet, die der Definition nach überwiegend durch den modernen Lebensstil bedingt sind. Diese Krankheiten sind durch Medikamente nur symptomatisch zu lindern, ursächlich jedoch nicht zu heilen.
Eine ganzheitliche, systembiologische Sichtweise und Erklärung der Entstehung dieser Krankheit eröffnet neue Konzepte in der Prävention und in der Therapie der Alzheimer-Demenz. Die wesentlichen Bereiche des menschlichen Lebens, wie Ernährung, Bewegung, Stresseinflüsse, Regeneration, soziale Integration, Vermeidung von toxischen Belastungen usw. müssen dabei ihre Berücksichtigung finden. Alle diese Faktoren haben nachweislich schützende oder krankmachende Einflüsse auf den Hippocampus, den Hirnteil, in welchem die Alzheimer-Krankheit beginnt. Im Hippocampus sind jedoch zeitlebens eine Neubildung von Nervenzellen und damit eine Regeneration im Gehirn möglich. Nach der Studie von Prof. Dale Bredesen besteht eine berechtigte Zuversicht mit einer konsequenten Umstellung der Lebensweise und durch die Substitution orthomolekularer Substanzen diese Demenz präventiv zu verhindern und in frühen Stadien sogar ursächlich zu behandeln und damit zu heilen.

SEM-024
Dr.med. Philip Eckardt und
Dr.med.dent. Heinz-Peter Olbertz

Oromandibuläre Funktionsstörungen und chronische Schmerzsyndrome: Eine neurofunktionelle Betrachtung eines interdisziplinären Problems
Samstag, 21.4.2018 – 9:00 bis 18:00 Uhr

Im menschlichen Organismus wird z.B. der gesamte postkranielle Bewegungsapparat zur muskulären Kompensationen eingesetzt, um die wichtigsten evolutionär überlebensnotwendigen Körperfunktionen wie Kaufunktion, Bildstabilisierung, Ausrichtung der Kopfhaltung, Bewegung, Gleichgewicht und muskuläre Belastungsfähigkeit zu sichern.
Chronische aber auch akute Schmerzen und funktionelle Befunde müssen deshalb immer auch unter dem Aspekt einer sinnvollen und notwendige Kompensationsmaßnahmen des Körpers zur Überlebenssicherung verstanden werden, die durch hochkomplexe neurophysiologische Schaltkreise gesteuert und stabilisiert werden. Folgerichtig stellt sich dann natürlich die Frage nach der eigentlichen Ursache orthopädischer Beschwerden und funktioneller Befunde. So kann eine Fehlsteuerung im Kieferbereich zur Dysfunktion im Bewegungsapparat führen, aber auch eine Fehlsteuerung der unteren Extremitäten nach einem Trauma oder einer Operation kann die Funktion im Kieferbereich kompromittieren. Letztlich entscheidet der Körper anhand seiner Überlebensstrategie (stehender oder sitzender Beruf, viel oder wenig körperliche Belastung etc.), wie er Fehlsteuerungen am besten kompensieren kann.
Im Sinne dieser absteigenden und aufsteigenden Ursache-Folge-Ketten sind Kenntnisse über die neurophysiologischen Interaktionen der Körpersysteme und geeignete Therapiemöglichkeiten notwendig. Ein interdisziplinärer Ansatz, der alle Körpersysteme berücksichtigt, ist oft notwendig. Deshalb werden im Rahmen des Workshops Kenntnisse über die neurophysiologische Therapiemöglichkeiten aus Sicht der Zahnmedizin und mit der Technik der Neurofunktionellen Integration einfache Interventionsmöglichkeiten auch für Nicht-Zahnärzte vermittelt.

SEM-029
Dr.med. Philip Eckardt

Neurofunktionelle Integration – Ein Konzept zur Behandlung neurofunktioneller Störungen der Psyche
Sonntag, 22.4.2018 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Das menschliche Gehirn besteht aus einer Vielzahl von Spezialisten. Die neueste Forschung zeigt, dass die Areale für die emotionalen Funktionen mit den Arealen für Interozeption und die Viszeromotorik übereinstimmt. Diese haben jedoch als einzelne Areale keine alleinige oder umfassende Funktion sondern sind in komplexen Netzwerken organisiert. Sind diese Netzwerke in ihrer Funktion durch physische Einwirkung oder biochemische Störungen in ihrer Funktion gestört kann es neben körperlichen Symptomen auch zu psychischen Symptomen kommen. Des Weiteren können traumatische Lebensumstände oder einfach auch der Umstand, dass man nicht gelernt hat, wie man mit bestimmten Situationen umgeht, zu Ängsten und Stress führen. Egal ob die Ursache eher in der Physiologie des Nervensystems zu suchen ist oder auf schlechte oder mangelnde Erfahrungen zurückzuführen ist kann man über die Modulation des Nervensystems dem Patienten helfen neue kognitive Strategien oder emotionale Konzepte zu lernen und ungünstige gelernte mentale oder physiologische Muster zu überwinden. Die Modulation des Nervensystems kann durch Neurofunktionelle Integration erreicht werden. Das Konzept der Neurofunktionellen Integration konzentriert sich auf die neurologischen Komponenten von Symptomen aller Art. Die Diagnostik erfolgt durch neurologische Testung aller Körpersysteme und -funktionen, auch der kognitiven und emotionalen Funktionen. Die Behandlung hat zum Ziel die gestörte Funktion des Nervensystems durch Setzung gezielter motorischer und sensorischer Reize zu verbessern. Demonstriert wird dieser Ansatz am Beispiel der mentalen Funktion der Wahrnehmung.

SEM-016
Dr.med. Sabine Gapp-Bauß

Angst- und Panikstörungen – eine Herausforderung in der ärztlichen Praxis – neurobiologische Hintergründe und pragmatische Strategien aus ganzheitsmedizinischer Sicht
Freitag, 20.4.2018 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Ängste und Panikstörungen sind grundsätzlich ein Zeichen mangelnden Selbstvertrauen. Sie treten vielfach als Begleitsymptom der Depression oder von posttraumatischen Belastungsstörungen und als Folge von Schicksalsschlägen auf. Konkret geht es um stabilisierende körperorientierte Gesichtspunkte, sowie seelische und mentale Selbsthilfestrategien. In diesem Seminar werden die neurobiologischen Hintergründe zur Entstehung von verschiedenen Formen der Angst und die Problematik von Panikattacken aufgezeigt und ein ganzheitsmedizinisches Konzept zu ihrer Bewältigung vorgestellt. Kurz gesagt: 4 Haupt-Schaltstellen, an denen jeder selbst drehen kann.

OST-083
Dr.med. Anton Hack

Behandlung von funktionellen Störungen der inneren Organe – Methode Manu-fit
Mittwoch, 18.4.2018 – 9:00 bis 18:00 Uhr

Die Organverlagerung ist mitverantwortlich für die craniomandibuläre Dysfunktion, die Beeinträchtigung des Sprechens, des Schluckens, der Atmung, für den Reflux, für Störungen in der Darmpassage, für Probleme der Blase und der anderen Beckenorgane wie des Beckenbodens.
Diese Veranlagung ist kein isoliertes Geschehen. Sie tritt nicht in Zusammenhang mit internistischen Krankheitsbildern oder nach chirurgischen Eingriffen auf, sondern ist abhängig von Störungen der Wirbelsäule.
Bei einem funktionellen Beckenschiefstand balanciert die Wirbelsäule die Asymmetrie auf dem Weg bis zum Kopf aus. In den meisten Fällen haben wir 4 Regionen mit jeweils gegen gerichteten Befund. Dieses wird im Behandlungskonzept Manu-fit vermittelt. Dadurch werden Rückenschmerzen ausgelöst.
Die Organe werden dabei aber nicht mitgenommen, sondern sie machen immer das Gegenteil von dem, was die entsprechenden Wirbelsäulenabschnitte zeigen. Die plausibelste Erklärung dafür ist Entlastung der kleinen Muskeln der Wirbelsäule, welche die Ausgleichsarbeit leisten müssen. Die gegen gerichtete Verlagerung aber beeinträchtigt ihre eigene Funktion. Mit der Behandlung des Rumpfes kehren die Organe leider nur in begrenztem Umfang wieder zurück. Die Wirbelsäule muss gegen halten. Die Behandlung der inneren Organe dient damit auch dazu das Behandlungsergebnis mit Manu-fit an der Wirbelsäule zu verbessern.

PRÄ-084
Dorothée Remmler-Bellen
und Dr.med. Ellis Huber

Strukturierte curriculäre Fortbildung „Gesundheitsförderung und Prävention“
Mittwoch, 18.4. – Sonntag, 22.4.2018
jeweils von 9:00 bis 18:00 Uhr

Das Präventionsgesetz überträgt Ärzten und der ambulanten medizinischen Versorgung neue und besser finanzierte Aufgaben der Prävention und Gesundheitsförderung. Vor diesem Hintergrund bietet Ihnen der fünftägige Kurs eine strukturierte curriculäre Fortbildung entsprechend der Vorgaben der Bundesärztekammer und zusätzlich eine Trainerlizenz zur praktischen Durchführung des Gesundheitstrainings GLK, das der Berufsverband der Präventologen e.V. entwickelt hat. Das Training wird von den Krankenkassen als Präventionskurs nach §20 SGB V und auch als ergänzende Leistung zur ambulanten Rehabilitation nach §43 SGB V anerkannt. Es erhielt 2012 den Wellness Innovationspreis des Deutschen Wellness Verbandes. Die Fortbildung und Trainerausbildung vermitteln Ihnen die fachlichen Grundlagen und praktischen Fähigkeiten zur erfolgreichen Durchführung eines ambulanten Programms zur Prävention und Gesundheitsförderung, das chronisch Kranken und Allen, die ihre Gesundheitskompetenz verbessern wollen, wirksame Hilfe bietet. Die sieben Module umfassen:
1. Grundlagen der Gesundheitsförderung und Prävention
2. Faktoren des Gesundheitsverhaltens und Folgen für die ärztliche Beratung
3. Zielgruppenbezogene Aspekte der Gesundheitsförderung und Prävention
4. Arbeitsplatzspezifische Rahmenbedingungen und Interventionsstrategien
5. Methodik, Theorie und Praxis einer individuellen und gruppengestützten Gesundheitskompetenzentwicklung
6. Praktische Übungen in Health Literacy und Handhabung des Trainermanuals zur Durchführung on Gesundheitstrainings nach dem Konzept GLK (Gesundheit und Lebenskompetenz).
7. Entwicklung und Positionierung von Arztpraxen und Versorgungsnetzen als Anbieter von qualifizierten Leistungen der Prävention und Gesundheitsförderung.

SEM-006
Dr.med. Rudolf Inderst

Erfolgreiche Therapieverfahren bei chronische Entzündungen und Tumoren
Mittwoch, 18.4.2018 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Die Zielsetzung der naturheilkundlichen Medizin auch bei chronischen Erkrankungen (low-level-Entzündung) ist es, den menschlichen Organismus so weit wie möglich zur Selbstheilung anzuregen (Natura sanat). Analog den Heilungsabläufen bei akuten Entzündungen werden beispielsweise folgende Therapieverfahren verwendet: die Körpertemperatur erhöhende Mechanismen, Pflanzenextrakte, einschliesslich der modernen Enzym/Misteltherapie, Zufuhr von Mineralstoffen (Zink, Kupfer, Selen) und Einflussnahme auf das menschliche Mikobiom (Symbioselenkung).
Im Mittelpunkt der Therapie stehen keineswegs Zellen oder Organe, sondern Zelle und Milieu sowie deren ernährungs- oder krankheitsbedingter Übersäuerung. Dieses System der Grundregulation mit „eigenständiger Erinnerung“ ist über das Vegetativum, über den Blutweg und dem Hormonsystem eng verbunden mit dem ZNS und somit wird der seit langem bekannte Einfluss der Psyche auf chronische Entzündungen und Tumore erklärbar.
In jüngster Zeit wird zudem in der klinischen Medizin vermehrt über den Zusammenhang zwischen chronischen Entzündungen und Tumoren geforscht. Aus Sicht der biologischen Medizin gelingt es den Tumorzellen nicht nur die Abwehr, unser Immunsystem, zu umgehen, sondern vielmehr die extrazelluläre Matrix zur Produktion von den das Tumorgewebe nützlichen Substanzen anzuregen, den Abbau von Grundgewebe durch Matrix-Metalloproteasen zu beschleunigen und das Gerinnungspotential zu erhöhen. Dadurch verbessern sich die Möglichkeiten zur Metastasierung der Krebszellen.
In diesem Seminar werden die besonderen Wirkmechanismen der Regulativen Enzymtherapie, der Lektintherapie (Mistel) und der Symbioselenkung in Kombination mit Spurenelementen bei chronischen Entzündungen und Tumoren dargestellt und an Fallbeispielen erläutert. Bereits durchgeführte bzw. laufende klinische Studien ergänzen und belegen, dass silent inflammation und Tumorgeschehen sich dadurch nachhaltig beeinflussen lassen.

SEM-028
Prof.Dr.rer.nat. Michael Keusgen

Traditionelle europäische Phytotherapie – was ist dran?
Samstag, 21.4.2018 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Die „Traditionelle Chinesische Medizin“ (TCM) sowie Ayurveda, die man auch als traditionelle indische Medizin bezeichnen könnte, haben einen festen Platz in der Komplementärmedizin Deutschlands. Aber wie sieht es mit unserer eigenen Tradition aus? Der Fokus auf südostasiatische Therapierichtungen lässt den Eindruck entstehen, als gäbe es gar keine deutsche oder europäische Tradition. Dieser Eindruck trügt. Unser traditionelles System basiert auf der griechisch-römischen Heilkunde, welche im ausgehenden Mittelalter eine Renaissance erlebte sowie mit seinerzeit moderneren Elementen angereichert wurde, die aus dem arabischen Kulturraum stammten. Recht gut dokumentiert sind die Klostermedizin und deren Heilpflanzen. Die damit verbundenen Ideen des therapeutischen Konzepts wurden stetig, wenn auch in kleinen Schritten weiter entwickelt. Daraus entstand eine Fülle von Rezepturen. Parallel dazu entwickelten sich aber auch stark regionale Erfahrungsheilkunden, die deutlich schlechter dokumentiert sind. Die überwiegend industrielle Fertigung von Arzneimitteln nach dem 2. Weltkrieg stellt einen gravierenden Einschnitt in die Weitergabe einer über zweitausendjährigen Tradition dar. Arzneimittel mit chemisch-definierten Wirkstoffen wurden damit beworben, dass sie eben nicht-pflanzlich seien, was als besonderes Qualitätsmerkmal heraus gestellt wurde. Zusätzlich zeichnete sich auch gegen Ende des letzten Jahrhunderts eine deutliche Entwicklung hin zu einem konzentrierten Phytopharmaka-Markt mit immer weniger, jedoch umsatzstarker Produkte ab, die zumeist auf hoch konzentrierten Pflanzenextrakten basieren. Die Nische im Bereich der „traditionellen“ pflanzlichen Arzneimittel wird derzeit durch eine immer größere Zahl an Nahrungsergänzungsmitteln mit einem zumeist versteckten Therapieanspruch abgedeckt. Durch diese eher unerfreulichen Entwicklungen wurde immer weniger Wissen über die deutsche und europäische Tradition weiter gegeben. In dem Seminar soll zunächst auf die historische Entwicklung der europäischen Phytotherapie, ausgehend von der Klostermedizin, eingegangen werden. Fernerhin werden die Grundprinzipien der traditionellen Phytotherapie sowie die wichtigsten Arzneiformen erörtert. Im letzten Teil des Seminars werden sinnvolle pflanzliche Kombinationsarzneimittel, die aus dieser Tradition entstanden sind, exemplarisch besprochen. Die Kursteilnehmer sollen dafür sensibilisiert werden, aus der europäischen Tradition heraus eigene phytotherapeutische Ideen zu entwickeln.

SEM-007
Prof.Dr.rer.nat. Michael Klein

Suchtprävention wirksam machen: nachhaltig, evidenzbasiert, transgenerational
Mittwoch, 18.4.2018 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Im Vorfeld von Suchterkrankungen bestehen viele Möglichkeiten, eine derartig schwerwiegende Erkrankung zu verhindern. Gesunder Lebensstil, ausgewogene Ernährung und Bewegung gehören ebenso dazu wie Stressreduktion und Selbstwertförderung. Der naturheilorientierte Arzt ist in besonderer Weise geeignet, im Gesamtportfolio des Handelns suchtpräventiv wirksam und erfolgreich zu sein – und dies sogar über Generationengrenzen hinweg. In dem Seminar werden die wichtigsten Ansätze der familien- und lebensweltorientierten Suchtprävention und psychischen Gesundheitsförderung dargestellt, erläutert und partiell eingeübt.

SEM-026
Dr. Kai W. Müller

Internetsucht – Eine neue ICD-Diagnose?
Samstag, 21.4.2018 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Internetsucht wird als Oberbegriff für eine Reihe von zeitlich exzessiv und unkontrolliert ausgeführten Online-Verhaltensweisen (z.B. Nutzung von Computerspielen, Sozialen Netzwerkseiten, Online-Pornographie etc.) gebraucht. Diagnostische Kriterien schließen u.a. eine dominante Eingenommenheit vom Verhalten, Fortführung des Konsums trotz negativer Konsequenzen, Kontrollverlust, Verlust an alternativen Interessen, sowie Entzugssymptome bei verhinderter Verhaltensausführung ein. Phänomenologisch sowie neurobiologisch sind zahlreiche Parallelen zur Substanzabhängigkeit feststellbar, sodass Internetsucht zunehmend als eine Form der Verhaltenssucht aufgefasst wird. Epidemiologische Studien weisen auf eine Verbreitung des Störungsbildes bei ca. 2% der deutschen Gesamtbevölkerung hin, mit höheren Raten von bis zu 4% unter Jugendlichen. Betroffene weisen deutliche Einschränkungen des psychosozialen Funktionsniveaus und eine erhöhte psychopathologische Symptombelastung auf, was die Notwendigkeit einer psychotherapeutischen Behandlung unterstreicht.
Im Seminar werden die diagnostischen Kriterien der Internetsucht, die häufigsten Formen internetsüchtigen Verhaltens, zu Grunde liegende Risikofaktoren, sowie Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt und anhand von Patientenbeispielen illustriert.

SEM-020
Dr.med. Markus Pfisterer und
Dr.med. Petra Hopf-Seidel

Borreliose und Depression: die Zusammenhänge verstehen
Freitag, 20.4.2018 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Chron. persistierende zeckenassoziierte Erkrankungen (häufig unter „Borreliose“ subsummiert) führen durch die dauernde Immunbelastung und Abwehrreaktion zu einer chronischen, latenten subklinischen Entzündungsreaktion. Diese bewirkt durch die Dauerfreisetzung proentzündlicher Zytokine eine Belastung des mitochondrialen Systems sowie eine reaktive subklinische Entzündung im zentralen Nervensystem. Diese zentrale Inflammation ändert auf Dauer die Transmittersysteme im Gehirn, was zu neurologischen und neuropsychiatrischen Störungen führen kann. Daher ist es wichtig, bei V. a. auf eine latent chronisch persistierende Infektion, insbesondere wenn z. B. psychiatrische Erkrankungsbilder zusätzlich vorliegen, diese Infektionen sicher nachweisen zu können. Dadurch wird eine spezifische Therapie der Infektion und Inflammation möglich und damit häufig auch eine ursächliche Therapie neuropsychiatrischer Erkrankungen. In diesem Seminar wird ein Schwerpunkt auf die Diagnostik und Therapie zeckenassoziierter Infektionen gelegt und die Wege in die Depression bei diesen Infektionen aufgezeigt.

SEM-031
Dr.med. Klaus Post

Schmerztherapie unter Berücksichtigung begleiten – der psychischer Komorbiditäten
Sonntag, 22.4.2017 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Bei der Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen müssen psychische Begleiterkrankungen erkannt und in der Behandlung mitberücksichtigt werden, wenn ein nachhaltiger Behandlungserfolg gewährleistet sein soll.
Im Seminar werden typische, eine Chronifizierung fördernde Belastungsfaktoren dargelegt, die häufigsten psychischen Begleiterkrankungen aufgezeigt und die Chronische Schmerzstörung F45.41 ausführlich dargelegt.
Unter dem Ansatz eines bio-psycho-sozialen Krankheitsmodells soll so monokausalen und interdisziplinären Behandlungsansätzen im Rahmen einer ganzheitlichen Sichtweise des Patienten und seiner Beschwerden entsprochen werden.

SEM-027
Dr.med. Karin Rupprecht

Depressionen: ganzheitliche Therapiestrategien
Samstag, 21.4.2017 – 14:30 bis 18:00 Uhr

In dem Seminar sollen einige bewährte Behandlungsmöglichkeiten vorgestellt werden, die in der ambulanten Therapie von leichten und mittelschweren Depressionen ergänzend eingesetzt werden können.
Neben einer kurzen Darstellung phytotherapeutischer Therapieoptionen und Möglichkeiten der Lichttherapie werden Hinweise für bewährte Gesprächsinterventionen gegeben.
In der Praxis haben sich Atemtechniken und einfache körperbezogene Techniken wie die emotionale Stressreduktion gut bewährt.
Es werden Techniken der Klopfakupressur vorgestellt. Eine weitere Therapieoption besteht in der Messung der Herzfrequenzvariabilität, die auch praktisch demonstriert wird einschließlich herzzentrierter Achtsamkeitsübungen.
Anleitungen zu einer entzündungshemmenden Kost sowie die Durchführung eines regelmäßigen Bewegungsprogramms runden das komplementärmedizinische Therapiekonzept ab.

AKU-068
Dr.med. Michael Rupprecht

Die besten Akupunkturindikationen: Kopfkrankheiten – Äquivalent für vier Qualitätszirkel
Mittwoch, 18.4. (9:00 bis 18:00 Uhr) und
Donnerstag, 19.4.2018 (9:00 bis 12:30 Uhr)

Der Praktikumskurs richtet sich an Kollegen / innen, die ihre Akupunkturtätigkeit auf dem Gebiet der Erkrankungen der Kopfregion ausbauen wollen und / oder die geforderten vier jährlichen Qualitätszirkel an einem Wochenende ableisten wollen.
Das Seminar ist so aufgebaut, dass in einer kleinen Gruppe mit maximal 15 Teilnehmern die Theorie und Praxis der Akupunkturbehandlung von häufigen und erfolgreich zu behandelnden Erkrankungen der Kopfregion erarbeitet und geübt wird.
Anhand der Differenzierung verschiedener Kopfschmerzformen erfolgt eine Einführung in die Chinesische Syndromdiagnostik.
Indikationsbeispiele: Kopfschmerzen, Sinusitis, trockene Makuladegeneration, Glaukom, Augmentierte Akupunktur der allergischen Rhino-Conjunctivitis nach Dr. Covic.
Ein auf die praktische Anwendung hin erstelltes Kursskript erleichtert das selbständige Arbeiten unmittelbar nach dem Kurs.
Das Einbringen von Fallbeispielen aus der eigenen Praxis ist erwünscht. Die persönliche Vorstellung eigener Patienten ist nach Voranmeldung möglich.
Voraussetzung für die Teilnahme ist eine abgeschlossene Grundausbildung Akupunktur (A-Diplom).
Der Kurs ist von der KV Baden-Württemberg als Ersatz für die Fallkonferenz/Qualitätszirkel nach § 5 Absatz 6 der Akupunktur-Vereinbarung anerkannt.

SEM-005
Dr.med. Thomas Schockert

Einführung in die Yamamoto Neue Schädel Akupunktur (YNSA)
Mittwoch, 18.4.2018 – 9:00 bis 18:00 Uhr

Yamamoto Neue Schädel Akupunktur (YNSA)
Die YNSA hat sich insbesondere in der Behandlung von Schmerzen am Bewegungsapparat, in der Behandlung neurologischer und notfallmedizinischer Erkrankungen bewährt. Für eine effiziente Therapie werden in der Regel nur sehr wenige Nadeln benötigt.
Die Besonderheit der YNSA liegt in einer speziellen Arm-, Bauch- oder Halsdiagnostik, die vor der Nadelung durchgeführt wird. Die in der Arm-, Bauch- oder Halsdiagnostik druckempfindlichen Punkte weisen den Weg zu den Therapiepunkten, die für das Individuum in einer Behandlungssitzung relevant sind. Nach Applikation der Nadeln reduziert sich die zuvor getastete Druckempfindlichkeit oder verschwindet vollständig.

Wissenschaftliche Untersuchungen zur YNSA
YNSA wurde bisher mit Hilfe der Echtzeit-Ultraschall-Topometrie, der Funktionellen Kernspintomographie und im PET-CT wissenschaftlich untersucht. In diesen Untersuchungen wird die Wirksamkeit der YNSA mit objektiven Meßmethoden beschrieben.

SEM-010

YNSA für Fortgeschrittene
Donnerstag, 19.4.2018 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Nach kurzer Wiederholung der YNSA Grundlagen werden alle Diagnose- und Therapiesomatotope vorgestellt; neue Punkte und Somatotope werden in praktischen Übungen erarbeitet und vertieft.

SEM-012

Akupunktur in Notfallsituationen und im Rettungsdienst
Donnerstag, 19.4.2018 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Akupunktur im Rettungsdienst – aus der Praxis für die Praxis
Auf Grund der sehr raschen und zuverlässigen Wirksamkeit der Akupunktur, eignet sich diese Methode hervorragend für den supportiven oder auch alleinigen Einsatz bei Notfällen und im Rettungsdienst, z.B. bei akuten Schmerzen, Bewusstlosigkeit, Übelkeit, Atemnot, akutem apoplektischen Insult, akutem Myocardinfarkt und Epilepsie.
Bewährte Indikationen aus der Praxis werden vorgestellt. Internationale Publikationen zu diesem Thema sollen zur Anwendung von Akupunktur bei Notfällen motivieren und Sicherheit vermitteln.

SEM-017
Dr.med. Michael Schreiber

Neues aus der Mikrobiomforschung – und die Konsequenzen für die Praxis
Freitag, 20.4.2018 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Seit dem Buch von Giulia Enders „Darm mit Charme“ ist das Thema Mikrobiom auch bei unseren Patienten in aller Munde. Was weiß man Neues? Ist unsere Darmflora wirklich beteiligt am Entstehen chronischer Erkrankungen wie Diabetes und mitverantwortlich für unsere psychische Verfassung und für unser Gewicht?
Herr Kollege Schreiber wird uns darüber aufklären und uns diagnostische und therapeutische Tipps für die tägliche Praxis geben.

SEM-022
Dr.med. Michael Schreiber

Welche Vitamine und Spurenelemente sind 2018 essentiell?
Freitag, 20.4.2018 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Der Wille, gesund zu werden, ist stärker als der Wille, gesund zu bleiben! Das ist eine Weisheit in der Praxis des niedergelassen Arztes. Die Versorgungsforschung zeigt, dass Vorsorgeangebote seltener wahrgenommen werden als vorgeschlagen und meist erst das berühmte Kind im Brunnen behandelt wird. ABER: Patienten verlangen zunehmend nach natürlichen Medikamenten, und sind dann einem präventiven und auch
therapeutischen Angebot deutlich aufgeschlossener, wenn es sich um „etwas Natürliches“ handelt, wie Statistiken zeigen. Dabei stellen diese oft eine super Behandlung dar: Wissen Sie, dass Selen in richtiger Dosierung ein ganz wichtiger Faktor zur Stressbewältigung darstellt? Dass man auch über 80 Jährige vor Knochenfrakturen mit
Vitamin D und Calcium schützen kann? Vitamin E funktioniert als nicht-steroidales anti-entzündliches Medikament ohne Gefahr von Magenulcus.
Wie Sie Vitamine und Spurenelemente gezielt und nach Spiegelbestimmung effektiv in der präventiven, aber auch in der kurativen Medizin einsetzen, wird Ihnen unser Referent aus 25 Jahren hausärztlich internistischer Kassenarztpraxis berichten.

SEM-019
Dr.med. Rainer Stange

Leitender Arzt in einer naturheilkundlichen Klinik? – ein Baustein zu Ihrer Karriereleiter
Freitag, 20.4.2018 – 14:30 bis 16:00 Uhr

Naturheilkunde und Komplementärmedizin werden deutschlandweit derzeit in sieben Abteilungen angeboten, die der öffentlichen Versorgung dienen, ferner in zahlreichen Privatkliniken. In einigen Einrichtungen sind in den letzten Jahren erfreulicherweise Erweiterungen möglich gewesen, neue sind in der Planung. Obwohl sich sehr viele Ärzte in den entsprechenden Fachgebieten erfolgreich engagieren, fallen Bewerbungen für leitende Positionen in diesen Kliniken spärlich aus. Ein wachsendes und reifendes Fachgebiet benötigt aber ärztlich gut geführte Kliniken wegen der Konzentration fachlicher Kompetenz auch für die Weiterbildung, personeller und apparativer Möglichkeiten für schwierige Fälle sowie für Dokumentation und Forschung. Gründe für die im Vergleich zu anderen Fachgebieten ungewöhnliche Abstinenz für Leitungspositionen sollen verstanden und möglichen Einwänden gegen eine solche Tätigkeit begegnet werden.

SEM-015
Dr.med. Jürgen von Rosen

Naturheilkundliche Grundlagenmedizin – einfach, ehrlich, effektiv
Freitag, 20.4.2018 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Das wichtigste Behandlungsziel in der Naturheilkunde ist die Wiederherstellung einer möglichst großen Harmonie sämtlicher Körperfunktionen, Körpersysteme und Körperteile, bes. der Organe. Die Krankheitsbehandlung ist nicht so wichtig. Wenn die Systeme wieder ordentlich arbeiten, dann heilt der Körper viele Fehlfunktionen von selbst. Wir brauchen uns also nur wenig um Krankheitsbehandlung zu kümmern, sondern hauptsächlich um die Wiederherstellung der Gesundheit möglichst aller Systeme. Dann verschwinden die Krankheiten oft „wie von Zauberhand“.
Wir müssen allerdings die Zusammenhänge verstehen und gezielt eine Vielzahl von einfachen Methoden einsetzen können. Das ist dann auch eine ehrliche Haltung gegenüber dem Patienten, der fast immer sein eigenes Geld zur Verbesserung seiner Gesundheit einsetzen muss. Als Therapeuten brauchen wir nur wenig Technik, weil wir mit einfachen Methoden oft die besten Erfolge haben.
Der Referent ist seit über 50 J. naturheilkundlich tätig. Er führte über Jahrzehnte eine entsprechende Landpraxis sowie eine eigene Klinik. Der Kurs ist ausgesprochen praxisnah und schon am gleichen Tag umzusetzen.

SEM-018 / SEM-023
Dr.med.dent. Hubertus von Treuenfels

Über kinetische Kettenwirkungen bei Kiefer-, Kopf- und Rückenschmerzen und ihre Therapie
Freitag, 20.4.2018 – Teil 1: 9:00 bis 12:30 Uhr ;
Teil 2: 14:30 bis 18:00 Uhr

Der Mensch bewegt seinen Mund, Kiefer und Körper weitgehend autonom, d. h. unbewusst und unwillkürlich. Durch die belastenden Anforderungen und Unruhen des Alltags „entgleisen“ viele seiner Muskelfunktionen leicht: Zähnepressen, Bruxismus, Verspannungen und andere Dyskinesien sind typisch für diese „hausgemachten“ Organisationsstörungen.
Wer kann die Betroffenen von den Beschwerden, die mit „falschem“ Schlucken, Atmen, Kauen und Sprechen einhergehen, den Schmerzen, der Fehlhaltung, Verkrampfung, Verhärtung (oder Verbissenheit?) befreien? Nur sie selbst, allerdings oft nicht ohne Hilfe von außen. Die Frage ist nur:
-Wie bringen wir als Behandler unsere Patienten dazu, dass sie sich mittels eines Biognathors und/oder der Padovan-Übungen selbst umorganisieren, reorganisieren, und zwar unbewusst und unwillkürlich (reflektorisch)?
-Wie machen wir es möglich, dass sie „nur“ noch die Möglichkeit haben, nicht das „Falsche“ zu tun?
– Welche Kenntnisse, Handgriffe und Instrumente brauchen wir, um sie durch „richtige“ Bewegungen zu führen, stützen (schützen) stimulieren und motivieren, damit ihre Beschwerden, besonders Schmerzen, nachlassen?
Der Biognathor, eine grazile und unauffällige Variante des Bionators, lässt sich mühelos, auch tagsüber tragen. Mit seinem Doppeleffekt ermöglicht er eine natürliche und definitive Bisskorrektur bei gleichzeitiger Repositionierung der Kiefergelenke. Er unterscheidet sich von den üblichen Aufbissschienen, weil er durch seinen lose beweglichen Sitz zu gesunden Gelenkbewegungen führt. Dadurch entsteht in der Regel ein reflektorischer Loslasseffekt: Zähne-, Zungen- und Lippenpressen, Knirschen, Wangensaugen u. a. Parafunktionen, die von Muskelverspannungen und Schmerzen begleitet werden, lassen nach. Zahnreihen und Gelenke, auch die der Halswirbelsäule, werden entlastet, Geräusche (bes. Knacken) sowie Einschränkungen der Kiefer-, Kopf- und Körperbewegungen werden vermindert oder ausgeschaltet.
Begleitende mund- und körpermotorische Übungen (Neurofunktionelle Reorganisation nach Padovan) sind ein wichtiger Bestandteil dieser neuen Systemischen Behandlungskonzeption. Dazu gehört hauptsächlich die Anwendung des Saugtrainers, der „Kaunudel“ und des Kauknöchelchens neben anderen Übungen zur Tonus-Regulierung, Koordinierung und Harmonisierung der Mund-, Kiefer-, Gesichts-, Hals-, Nacken-, Schulter- und Rumpfmuskulatur. Kommentar einer Patientin: „Wieder richtig essen und schlafen zu können ist wie ein neues Leben!“

SEM-011
Dr.med.dent. Bodo Wettingfeld

Auf den einen Punkt gebracht: Neues aus der reflektorischen Akupunktur
Donnerstag, 19.4.2018 – 9:00 bis 12:30 Uhr

„Es gibt nur eine Ursache von Krankheit, Ungehorsamkeit gegen das Gesetz“. Dieses Zitat von Paracelsus stellt Krankheit und Therapie in einen bisher wohl wenig betrachteten Zusammenhang. Es gibt allem eine „gesetzliche“ Grundlage, eine Begrifflichkeit, die ich im Folgenden als Prinzipienorientierung umschreibe. Daraus folgt: Wenn wir die Gesetze oder Prinzipien kennen – diese sind universell, das heißt, die ganze für uns sichtbare Welt ist darauf aufgebaut – und uns quasi unter sie stellen, haben wir einen zentralen Punkt im Bereich von Prophylaxe und Therapie erreicht. Das Seminar nimmt die Teilnehmer auf eine Reise mit, die den Weg des Referenten in diesem Thema transparent macht. Stationen sind, die normale Ohrakupunktur, die Ohrakupunktur nach dem Vier-Punkte-System, dann das Zwei Euro Experiment und schließlich das OPS (One-Point-Somatotop), der eine universelle Punkt.
Alle Techniken orientieren sich am Prinzip der Entsprechung, nur vielleicht inniger und konsequenter als das bisher Gelehrte.
Das neue an diesem System ist, mit den gleichen Punkten oder dem einen Punkt die unterschiedlichsten Krankheitsbilder zu behandeln und nicht wie bisher für unterschiedliche Krankheitsbilder verschiedene Punktkonzepte zu lernen. Basis dafür ist die Prinzipienorientierung, die zugleich die Effektivität und Einfachheit erklärt. Neben der theoretischen Basis – Prinzipienorientierung, Gesetz der Entsprechung, Prinzip des Kreises und der Mitte – werden im Vortrag die Punkte bzw. der Punkt vorgestellt und praktisch eingeübt. Fallbeispiele aus dem Behandlungsalltag sorgen für die thematische Abrundung und möchten Sensibilität und Motivation schaffen, diese Methode praktischem Alltag zu integrieren.

Regina-Elisabeth Willems

Verjüngungsübungen der chinesischen Kaiser Hui Chun Gong
Freitag, 20.4. / Samstag, 21.4. / Sonntag, 22.4.2018 – jeweils von 8:00 bis 8:45 Uhr

Die bis vor einiger Zeit geheim gehaltenen, besonders raffiniert ausgeklügelten Qi Gong Übungen kann der weltweit vernetzte Mensch heute bewusst an sich selbst erfahren. Ich lade Sie ein einige energetisierende Bewegungs- und Atemabläufe spielerisch und leicht miteinander zu praktizieren. Der Geist kommt zur Ruhe, Lebensfreude wird eingeladen, Konzentration auf die hormonellen, regenerierenden Funktionen erzeugt, es entsteht eine innere Haltung und Bewusstheit in betont langsamen, aufeinander abgestimmten Bewegungen, die das QI, den Energiefluss anregen zu erspüren.
Wir leben seit 100 Jahren etwa vorwiegend in Häusern, genießen wir beim Kongress die Chance draußen in angenehmer Umgebung zu üben. Diese Übungen lassen sich leicht in jeden Praxisalltag integrieren, auch drinnen, ohne meist nicht vorhandene Extrazeit zu beanspruchen. Sie sind so geschickt aufgebaut, dass Sie auch ohne großen räumlichen Aufwand durchgeführt werden.
In unserem Kulturkreis gehen wir davon aus, dass Körper, Seele und Geist sich gegenseitig bedingen. Psychisch stabil sind in der Regel Menschen, die allen Forderungen der klassischen Naturheilverfahren lebensbejahend gerecht werden. Dies spiegeln die 5 Säulen nach Pfr. Kneipp wieder. Mit gewissen Ritualen und Rhythmus bleibt Zeit für das gewisse Etwas, was ein gelingendes Leben ausmachen kann.

Regina-Elisabeth Willems

Vital mit energetisierenden Übungen
Freitag, 20.4. / Samstag, 21.4.2018 – jeweils 13:30 bis 14:15 Uhr

Psychisch leidend sind die, die sich stark über- oder unterfordern ohne sich dessen bewusst sein zu müssen. Neben all den anderen weisen Schritten kann die sanfte, sinn-volle Bewegung wieder dazu beitragen sich besser wahrzunehmen, und es ist nie zu spät mit etwas Wohltuendem zu beginnen. Hier darf jeder starten in einen gelingenden Kongressnachmittag- und Abend.

SEM-025
Dr.med. Winfried Winter

Apitherapie in der Arztpraxis
Samstag, 21.4.2018 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Bienenprodukte spielen seit alters her in der Volksmedizin vieler Länder eine wichtige Rolle. In den letzten Jahren konnte anhand mannigfaltiger Studien die therapeutische Wirksamkeit belegt werden, die in Imkerkreisen schon seit Jahrhunderten bekannt war. In Deutschland ist Apitherapie noch relativ unbekannt, während sie in Osteuropa, Asien, Amerika und Nordafrika in vielen Regionen weit verbreitet ist.
Das Seminar gliedert sich in vier Teile.
Erster Teil: Einführung in die Bienenhaltung, Gewinnung der für die Apitherapie wichtigen Bienenprodukte: Honig, Pollen, Bienenbrot, Gelee royale, Propolis, Wachs und Bienengift.
Zweiter Teil: Darstellung der biochemischen Zusammensetzung und pharmakologischen Wirkung der oben genannten Produkte , insbesondere Eingehen auf die verschiedenen Honigsorten.
Dritter Teil: Indikationen der Bienenprodukte in ihren verschiedenen Pharmazeutischen Zubereitungen für die Humanmedizinische Anwendung.
Vierter Teil: Kasuistiken aus der eigenen hausärztlichen Praxis, Demonstration einer Api-Akupunktur-Behandlung und anschließende Diskussion.

SEM-009
Sebastian Wurster

Integrative Behandlungsmethodik in der Psychosomatik
Donnerstag, 19.4.2018 – 9:00 bis 18:00 Uhr

In dem Kurs werden Ihnen Ansätze der integrativen Behandlung sowohl theoretisch als auch praktisch dargelegt. Dieser Kurzkurs teilt sich in 3 Anteile auf:
1. Naturheilkundliche Befundung und Behandlung
Sie erhalten zum theoretischen Einblick / Rückblick auf die Entstehung und physiologischen/neurologischen Abläufe bei einer Psychosomatischen Problematik.
Neben der Theorie werden Ihnen auch praktische Möglichkeiten aus der naturheilkundlichen Behandlungsmöglichkeiten mit an die Hand gegeben.
2. Konservative Schmerzbehandlung in Theorie und Praxis
Hier erhalten Sie einen breiten Einblick in die konservative Schmerztherapie. Sie erlernen sowohl osteopathische Techniken, als auch sofortige Schmerzreduktion nach Liebscher und Bracht und reine myofasciale Techniken die Sie in der Praxis direkt umsetzen können.
3.MBSR – Mindfulness-Based Stress Reduction
ist ein von dem Molekularbiologen Jon Kabat-Zinn in den späten 1970er Jahren in den USA entwickeltes Programm zur Stressbewältigung durch gezielte Lenkung von Aufmerksamkeit und durch Entwicklung, Einübung und Stabilisierung erweiterter Achtsamkeit. Teile des Programms werden u.a. im Rahmen verschiedener verhaltenstherapeutischer und psychodynamischer Psychotherapiemethoden eingesetzt. Dieses Konzept erleben Sie am Ende des Kurses am eigenen Leib und können den Tag somit entspannt abschließen

Zu allen Teilen erhalten Sie ein PDF Handout und können jederzeit auf die gezeigten Übung zugreifen.


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