Abstracts

136. ZAEN-Kongress 2019

SEM-009
Matthias Bacher und Dr.med.dent. Bodo Wettingfeld

Kranksein, Gesundsein, eine Frage des Bewusstseins
Mittwoch, 20.3.2019 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Bewusstsein, Seele, Psyche: Mit welcher Bedeutung könnten wir diese Begriffe belegen und wie können wir sie nutzen, um die Mechanismen von Gesundheit und Krankheit tiefer zu verstehen. Neben dem Körper-Seele-Geist Modell werden zeitlose Symbole der Traditionell Chinesischen Medizin den Rahmen bilden für essentielle Betrachtungen einer zentralen Lebensthematik. Die umschreibt, dass in der Begrifflichkeit Medizin lateinisch Medi die Mitte steckt. Und nicht zu vergessen: zin ziehen. Es werden diese Punkte sein, die zu Beginn den Weg des Seminars bestimmen werden. Dabei ist es wichtig, den Teilnehmern das Bewusstsein zu entwickeln, das all diese Punkte nicht nur für unsere Patienten gelten sondern auch für die Therapeuten. Die Profession Medizin kann somit die immer wieder anklingende Botschaft sein, den eigenen Lebensweg auszurichten von der Peripherie zum Zentrum, zur Mitte. Für die Arbeit mit den Patienten bedeutet dies, das authentische Vorleben des Weges im therapeutischen Alltag mit dem Ziel, ihn behutsam zu motivieren, etwas davon gemäß seinem Vermögen im eigenen Leben umzusetzen.
Praktische Beispiele aus dem täglichen Leben runden die Betrachtungen und schaffen Transparenz, im Umgang mit der Thematik, im eigenen Dialog, im Kontakt mit Patienten und letztendlich allen Menschen.
„Wer sich freiwillig unter das Gesetz stellt ist wirklich frei“. Dieser Satz von Schiller baut eine Brücke für den weiteren Verlauf und möchte die Begrifflichkeit „Gesetz“ mit Leben füllen. Es handelt sich dabei um universelle Lebensgesetze oder Prinzipien, nach denen die ganze für uns wahrnehmbare Welt aufgebaut ist. Ein Plus für mehr Gesundheit ergibt sich daraus, diese Gesetze zu kennen, zu verinnerlichen und dann im Alltag anzuwenden.

SEM-034
Dr.med. Gabriele Colmant und Dr.med. Günter Prade

Workshop Posturologie-Haltungstherapie
Samstag, 23.3.2019 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Posturologie ist eine interdisziplinäre Methode, die Therapieerfolge in der Orthopädie, Osteopathie, Zahnmedizin nachhaltiger macht, da sie die Ursachen der Beschwerden behandelt. Der Workshop beinhaltet die Einführung in die posturologische Therapie nach Bricot:
– Die Bedeutung der wichtigsten Rezeptoren Auge, Fuß, Kauapparat.
– Neueste Forschungsergebnisse des großen Einflusses des Augenfehlers und fehlerhafter Brillen auf die Haltung.
– Darstellung der Untersuchung und Neuprogrammierung des Haltungssystems.
– Praktisches Üben mit den Teilnehmern.

SEM-013
Dr.med. Bernhard Dickreiter

Zivilisationskrankheien wie Arthrose, Diabetes, Alzheimer, Burnout usw. verstehen, vorbeugen, heilen auf den Grundlagen der Zellbiologie, Evolutionsbiologie und Systembiologie
Donnerstag, 21.3.2019 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Die Wartezimmer sind überfüllt mit Patienten, die an Arthrose, Osteoporose, Alzheimer, Diabetes oder Fibromyalgie usw. leiden. Diese chronischen Zivilisationskrankheiten werden überwiegend durch unsere moderne Lebensweise, z. B. durch Fehl- und Überernährung, Bewegungsmangel, anhaltende Stresseinflüsse, Toxin-Belastungen, Nikotin oder zu viel Alkohol usw. verursacht.
Die chronischen Zivilisationskrankheiten entstehen nicht plötzlich. Auf dem Weg in diese Krankheiten unterliegt unser Organismus schleichenden Veränderungen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Zell-, Evolutions- und Systembiologie helfen uns dabei diese negativen Prozesse, sowie deren Störungen der Selbstregulation und der Selbstorganisation zu verstehen.
Da sich uns hiermit die Ursachen dieser Krankheiten erschließen, wird es uns möglich biologisch begründete, wirksame Präventions- und Therapiekonzepte zu erstellen. Solange aber die primären Ursachen der Zivilisationskrankheiten nicht verstanden werden, stecken die Medizin und damit die Patienten in der Falle der Symptombehandlung. Mit Medikamenten sind diese lebensstilbedingten Krankheiten nur zu lindern, aber nicht zu heilen. Alle negativen Faktoren, die in diese Krankheiten führen, müssen korrigiert werden. Nur durch solche systembiologisch begründete Therapiekonzepte werden wir dem Anspruch der Patienten auf Heilung gerecht.

SEM-012
Dr.med. Thomas B. Fischer

Kurs 1 KMT: Allgemeine Metalltoxikologie
Donnerstag, 21.3.2019 – 9:00 bis 18:00 Uhr

Latente Metallintoxikationen sind inzwischen eine sehr ernst zu nehmende Komponente im multifaktoriellen Ursachengefüge chronischer Erkrankungen, wie Krebs, MS, CFS, Autoimmunerkrankungen, Fibromyalgie, burn out, Durchblutungsstörungen etc. Nach entsprechender Diagnostik ist die sachgerechte Ausleitung potentiell toxischer Elemente eine entscheidende Voraussetzung, um Therapierbarkeit, Besserung oder sogar Heilung erst möglich zu machen. Die Ärztegesellschaft für Klinische Metalltoxikologie bietet dazu ein strukturiertes Ausbildungsprogramm, das auf fundierter Basis die theoretischen Hintergründe sowie praxistaugliche Anleitung zur Metallausleitung vermittelt.
So werden die Quellen potentiell toxischer Metalle, wie Amalgam, Industrie- und Verkehrsimmissionen, Nahrungsmittel, Kosmetika, Energiesparlampen etc. und ihre Bedeutung bei der Entstehung chronischer Erkrankungen erörtert, die Eigenschaften, Wirkungen und Nebenwirkungen der üblicherweise zum Einsatz kommender Chelatoren EDTA, DMPS, DMSA und DTPA ausführlich dargelegt und die korrekte Vorgehensweise bei der Metalldiagnostik beschrieben. Schwerpunkt liegt darüber hinaus auf der auf den ersten Blick nicht immer ganz einfach erscheinende Interpretation der Laborergebnisse sowie der sich daraus ergebenden Entscheidungen für das differenzierte therapeutische Vorgehen. Die Erörterung einer Vielzahl praktischer Beispiele sowie klare Vorgaben für Therapieschemata ermöglichen nach dem Kurs die sofortige Integration der Metalltoxikologie in den Praxisalltag.

SEM-019
Dr.med. Thomas B. Fischer

Kurs 2 KMT: EDTA-Chelat-Therapie bei Durchblutungsstörungen
Freitag, 22.3.2019 – 9:00 bis 18:00 Uhr

Vermeidung von Herzinfarkt, Schlaganfall oder Amputation, offen halten von Stent oder Bypass – die Heilung der Entzündung der Intima als eigentliche Ursache der Arteriosklerose ist der Königsweg bei der Therapie von Durchblutungsstörungen. Seit 50 Jahren werden mit der EDTA-Chelat-Therapie eindrucksvolle Ergebnisse erzielt, jetzt sogar mit der groß angelegten TACT-Studie des National Institute of Health der USA auf Evidenzlevel I a bewiesen:
Die EDTA-Chelat-Therapie zur Therapie von Durchblutungsstörungen ist sicher, nebenwirkungsarm, leicht durchzuführen und im Vergleich zu Stent oder Bypass nachweislich erfolgreicher!
Im Seminar werden die Grundlagen zum EDTA, dessen Wirkungsweise, die optimale Diagnostik und die therapeutische Vorgehensweise detailliert beschrieben sowie die zu erwartenden Ergebnisse vermittelt. Danach sind die Teilnehmer in der Lage, sofort in der Praxis mit dem Einsatz der EDTA-Chelat-Therapie von Durchblutungsstörungen zu beginnen.

SEM-010
Dr.med. Ulrike Güdel

Trauma im Zellgedächtnis – Konzepte für die ganzheitliche Therapie
Mittwoch, 20.3.2019 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Trauma und Trauma-Folgen sind eine große Herausforderung – gesellschaftlich, aber auch in der Medizin. Viele unklare Beschwerden sind u.U. Traumafolgen in körperlichem Gewand. Das Zell- und Schmerzgedächtnis im Gehirn kann aus Seelenschmerz problemlos chronische körperliche Symptome machen, die sich der üblichen Therapie widersetzen. Seit 20 Jahren behandle ich daher ALLE Patienten, unabhängig von ihrer „Diagnose“ mit einer speziellen Traumatherapie, die ich PSEnergy genannt habe – die Positive Selbst Entwicklung mithilfe von Energie. Ich arbeite mit kinesiologischen Techniken, einem Testgerät und Testampullen, um zu ermitteln, ob der Patient überhaupt regulieren kann. Zudem helfen mir die Ampullen, Trauma-Themen benennen zu können, um sie so dem Bewusstsein wieder zugänglich zu machen. Zum Löschen der Trauma-Reste verwende ich homöopathische Tropfenmischungen, gebe aber auch Ideen und Hausaufgaben für den Patienten, um die vegetative Reaktionsfähigkeit wieder herzustellen. Innerhalb von ein bis zwei Jahren Behandlung, d.h. innerhalb von 4 – 8 Sitzungen (im Abstand von 2-3 Monaten) gelingt so Energieaufbau in Selbstverantwortung, Erkenntnisgewinn und das Löschen einschränkender Überzeugungen. Mein Credo ist empathische Begleitung, lösungsorientierte Sprache und kraftvolle Ressourcen für den Transformationsprozess. Ohne schädigende Nebenwirkungen (Nocebo-Effekte) lassen sich so über 80% der chronischen funktionellen Störungen beseitigen oder deutlich lindern.

SEM-006
Dr.med. Rudolf Inderst

Einsatz von naturheilkundlichen Therapieverfahren, insb. der Regulativen Enzymtherapie, bei chronischen Entzündungen, Immunseneszenz und malignen Tumoren
Mittwoch, 20.3.2019 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Chronische (low-level) Entzündungen nehmen explosionsartig zu und sind die wichtigste Ursache für Veränderungen unseres Immunsystems im Sinne der Immunseneszenz. Damit verbunden ist ein vermehrtes Auftreten von Auto-Immunerkrankungen und von malignen Tumoren. Ergebnisse aus der immunologischen Forschung lassen den Schluss zu, dass sie sich bei noch nicht zu weit fortgeschrittenen Stadien durch eine nachhaltige naturheilkundliche Kombinationstherapie aus regulativ wirksamen Enzymen (Bromelain, Lysozym), Entsäuerung, Symbioselenkung, Zufuhr von Mineralstoffen und natürlichen Vitaminen korrigieren lassen. Wenn es den Betroffenen neben vermehrter körperlicher und geistiger Aktivität zudem gelingt, das vegetative Nervensystem in eine ausreichende Balance zu bringen, können sie sogar das von Seneca beschriebene „Glückliche Leben“ im fortschreitenden Alter erreichen.

AKU-072
PD Dr.med. Dominik Irnich

Integrative Schmerztherapie bei chronischen Kopf-, Gesichts- und Nackenschmerzen mit pragmatischer Akupunktur, NHV und Psychosomatik
Freitag, 22.3.2019 – 9:00 bis 18:00 Uhr

Chronische Kopf-, Gesichts- und Nackenschmerzen sind ein therapeutisches Problem in der täglichen Praxis. Dazu gehören Migräne, Spannungskopfschmerz, Trigeminusneuralgie, Post-Zoster-Neuralgie, sowie die craniomandibuläre Dysfunktion und das HWS-Syndrom. Um langfristige Therapieerfolge zu erreichen ist die diagnostische Zuordnung nach konventionellen Kriterien und die Identifikation psycho-sozialer Faktoren und Zielkonflikte entscheidend. Behandlungsziele sind die Reduktion der Intensität und Frequenz von Schmerzattacken, die systematische Desensibilisierung bei diesen generell sensibilisierten Patienten, die Anleitung zur Selbstbehandlung, die Verbesserung des Körpergefühls und der Stressresistenz sowie die Patientenaktivierung und –motivation. Das Behandlungskonzept ist individuell an die Bedürfnisse und die Situation des Patienten anzupassen. Die Akupunktur bietet pragmatische und dennoch individuelle Ansätze und zeigt dabei eine hervorragende Evidenz. Um Langzeiterfolge zu sichern ist sie jedoch in ein übergeordnetes Konzept aus klassischer Kopfschmerztherapie, Naturheilverfahren, Bewegungstherapie, Entspannungsverfahren und Psychosomatik zu integrieren. Im Zentrum dieses Kurses, der für Einsteiger und Erfahrene geeignet ist, steht die pragmatische Synthese dieser Aspekte in der täglichen Praxis mit Übungen, Demonstrationen und Fallbeispielen.

SEM-016
Annette Johnson

Ganzheitliche Diagnostik und Therapie zeckenassoziierter Erkrankungen und konsekutiver Autoimmunerkrankungen
Donnerstag, 21.3.2019 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Die chronische Borrelioseinfektion wird häufig übersehen, weil die Kassen-Labore bis zu 50/100 Infizierten übersehen. In Süddeutschland sind ungefähr 1/3 aller Zecken mit Borrelien infiziert. Von den infizierten Menschen leben viele symptomfrei, circa 10% der Infizierten erkranken schwer, bekommen Autoimmunerkrankungen oder werden noch viel zu oft als psychosomatisch stigmatisiert. Die Symptome umfassen unklare Fieberzustände oder Nachtschweiß, Gelenk- und Muskelschmerzen mit Schwellung und/oder Röte, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Erschöpfung, Schlaflosigkeit und Wetterfühligkeit.
Lernen Sie mehr über erfolgsversprechende Therapien bei dieser rätselhaften Krankheit und erfahren Sie, wie Sie die Infektion enttarnen und was Sie alles verordnen können. Die Referentin ist Fachärztin für Allgemeinmedizin in Rottenburg-Wurmlingen und Referentin der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg und betreut über 500 Betroffene.

SEM-024
Dr.med. Martin Landenberger

Komplementäre Krebstherapie: personalisierte Diagnostik, Infusionskonzepte u.a. mit Curcumin/Resveratrol/EGCG/Shogaol u.a.
Freitag, 22.3.2019 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Pflanzenextrakte in der Behandlung von malignen und benignen Erkrankungen: dargestellt werden die derzeitigen Behandlungsmethoden und auch deren Kombinationen mit wissenschaftlich erprobten pflanzlichen Infusionslösungen im Sinne eines integrativen Konzeptes. Therapiekonzept für Polyneuropathien (im Rahmen konventioneller Chemotherapien).
Individualisierte personalisierte Diagnostik (Tumorgewebe, zirkulierende Tumorzellen CTC): therapiefokussierte synoptische Analyse von Tumortranskriptomen und –mutanomen. Hormonmangel, Xenoöstrogene, Metall- und Umweltbelastungen (können als Krebspromotoren Jahre vor der Erkrankung bestimmt werden) und die Rolle der aromatischen und verzweigtkettigen Aminosäuren. Vitamin D3-Stoffwechsel und die Funktion des Vitamin D3-Bindeproteins.

SEM-029
Dr.med. Martin Landenberger

Die Rimkus-Methode: naturidentische Hormontherapie aus der Jamswurzel
Samstag, 23.3.2019 – 8:30 bis 12:00 Uhr

Die „Wechseljahre“ können Frauen wie Männer ereilen und werden häufig als unbehandelbar hingenommen („da müssen Sie durch“). Hitzewallungen, Schwitzen, Schlafstörungen, Haarausfall, Depressionen, Lustlosigkeit, Cholesterinerhöhungen, Gelenksschmerzen, Weichteilrheuma, Konzentrations- und Merkstörungen sind häufige altersbedingte Symptome, die mit einem Hormonabfall einhergehen. Demenz, erhöhtes Herzinfarktrisiko und erhöhtes Krebsrisiko können mit einem signifikanten Hormonmangel einhergehen. Der Bezug der „Sexualhormone“ zum Vitamin D3-Stoffwechsel, den Stress- und Schilddrüsenhormonen sowie toxischen Belastungen, die an den Hormonrezeptoren andocken, wird hergestellt.

SEM-033
Alfons Meyer

Mitochondriopathie, Ursache fast aller chronischen Erkrankungen
Samstag, 23.3.2019 – 14:30 – 18:00 Uhr

Die revolutionäre Verschmelzung eigenständiger Bakterien (Mitochondrien) in Form einer Endosymbiose mit Pro-Eukaryotischen Zellen zur heutigen Eukaryotischen Körperzelle ergab einem 19-fach höheren Energiegewinn, als Voraussetzung für höheres Leben. Gleichzeitig entstehen bei jedem Atemzug Radikale, die unser Leben sterblich machen. Mitochondrien regeln den Zellzyklus und sind für die Zelldifferenzierung notwendig. Sie wehren Radikale ab und stellen aber auch Radikale zur Erreger-Abwehr bereit. Für die Apoptose sind sie unverzichtbar. Umweltschadstoffe, wie Schwermetalle (Quecksilber, Aluminium, Blei…) und auch Pestizide im Brot, Polyvinylchlorid (PVC – Bodenbeläge), Formaldehyd in Holzverarbeitung, Benzol in Zigaretten und Benzin, Perfluorierte Tenside ( PFT ) als Flammschutzmittel in Polstermöbeln und Teppichen, Pentachlorphenol ( PCP ) als Antimykotikum in Textilien und Möbeln, polychlorierte Biphenole ( PCB ) als Weichmacher in Lacken und Kunststoffen ( Babyschnullern ), Lindan als Holzschutzmittel, Chlorkohlenwasserstoffe ( CKW ), sowie viele andere Toxine schädigen unsere Kraftwerke und ebnen so den Weg in die chronische Erkrankung. Ziel der Therapie sollte daher die Erhaltung und der Schutz der Mitochondrien sein.

SEM-020
Dr.med. Ralf Oettmeier

Unser Lymphsystem – Anatomie, Physiologie, ganzheitliche Diagnostik, wichtige Erkrankungen, komplexe Einflussmöglichkeiten
Freitag, 22.3.2019 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Kaum ein System wird von der klassischen Medizin so „stiefmütterlich“ behandelt wie unser Lymphsystem. Dabei durchzieht es alle unsere Organe und Körpersysteme, verbindet den Extrazellularraum gemeinsam mit den Blutgefäßen und ist Träger immunologischer Funktionalität. Die Hauptkomponenten Lymphgefäße, -zellen, -knoten, Thymus und Milz sowie die sekundären Lymphorgane der Schleimhäute und des Darmes werden ausführlich besprochen und ebenso die funktionellen Aspekte als Transport- und Transitplattform, der Immunabwehr, der Bewältigung von Stoffwechselschlacken und der Aufrechterhaltung des kolloiden Gewebedruckes. Die wichtigsten Erkrankungen, welche sich vordergründig im Lymphsystem abspielen sind ein weiterer Gegenstand des Seminars (Ödem, Entzündung, Tumoren und Metastasen). Wesentliches Element einer erfolgreichen Behandlung lymphatischer Erkrankungen stellt eine fundierte Diagnostik unter Einbeziehung umweltmedizinischer, infektiologischer und funktioneller Verfahren dar. Abschliessend werden die etwa 20 verschiedene biologische Therapieansätze aus allen relevanten Bereichen der naturheilkundlichen Medizin besprochen und mit praxisrelevanten Beispielen untersetzt.

SEM-023
Dr.med. Ralf Oettmeier

Schilddrüse und Nebenniere: wichtige Drüsensysteme verstehen und naturheilkundlich beeinflussen
Freitag, 22.3.2019 –14:30 bis 16:00 Uhr

Sowohl Schilddrüse als auch Nebenniere sind in komplexe Regelkreise des Hormon-, Energie- und Stressstoffwechsel des Körpers eingebunden. Aufbauend auf Anatomie, Physiologie und Pathologie werden wesentliche Grundlagen vermittelt und in den ganzheitlichen Kontext eingeordnet. Im Vordergrund des Seminars steht die Vermittlung naturheilkundlichen Wissens über die wichtigsten diagnostischen Maßnahmen zum Erkennen von Funktionsstörungen (Terraindiagnostik, Labor, Biothermie, bildgebende Diagnostik) und die hiervon abgeleiteten therapeutischen Konsequenzen (naturheilkundliche Arzneimittel, Neuraltherapie, orthomolekulare Medizin). Besonderes Augenmerk wird auf „moderne“ Krankheiten wie Hypothyreose, Hashimoto-Thyreoiditis, Nebenniereninsuffizienz, Schwächen der anabolen Hormonachse (DHEA) und Erschöpfungssyndrom gelegt. Hierbei spielt die Einbeziehung umweltmedizinischer Aspekte und der bioidentischen Hormontherapie eine wichtige Rolle.

SEM-038
Dr.med.dent. Heinz-Peter Olbertz

Parodontitis-Silent Inflammation – Kann man Entzündungen operieren? und Die Myozentrikschiene – Zahnheilkunde zwischen Orthopädie und Neurologie
Sonntag, 24.3.2019 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Chronisch entzündliche Erkrankungen sind auf dem Vormarsch. Während die akute Entzündungsreaktion nach der Abwehr eines Pathogens beendet wird, verbleibt die chronische Entzündung als eine andauernde Überreaktion des Immunsystems dauerhaft aktiv. Es darf heute als gesichert angesehen werden, dass die Bakterien der oralen Biofilme die Auslöser der Entzündungskaskaden in der Pathogenese von Parodontitis und Periimplantitis darstellen. Die Ursache der Erkrankung liegt jedoch in der gestörten Immunabwehr des Patienten, die über die Ausschüttung proentzündlicher Zytokine zur Aktivierung der unspezifischen zellulären Abwehr führt. Als Ganzkörper-Funktionsdiagnostik kann hier der kinesiologische Muskeltest konventionelle Diagnoseverfahren ergänzen, indem er eine gut reproduzierbare Diagnostik von regulativen Funktionen des Organismus liefert. Von größtem Interesse ist die Verknüpfung dieser bioenergetischen Methode mit neuesten labortechnischen Möglichkeiten: Durch Granulozytentätigkeit wird im Parodont der Betroffenen das kollagenolytische Enzym Matrix-Metallo-Proteinase-8 aktiviert und damit das dreidimensionale Kollagenfasernetz des Zahnhalteapparates irreversibel zerstört. Die Bestimmung der aktivierten Matrix-Metallo-Proteinase-8 eignet sich daher hervorragend als Destruktionsmarker für den akut ablaufenden Gewebeabbau und kann zur Einschätzung der individuellen Immunkompetenz eingesetzt werden.

Im menschlichen Organismus wird der gesamte postkranielle Bewegungsapparat zu muskulären Kompensationen eingesetzt, um die wichtigsten evolutionär überlebensnotwendigen Körperfunktionen wie Kaufunktion, Bildstabilisierung, Ausrichtung der Kopfhaltung, Bewegung, Gleichgewicht und muskuläre Belastungsfähigkeit zu sichern.
Chronische aber auch akute Schmerzen und funktionelle Befunde müssen deshalb immer auch unter dem Aspekt sinnvoller und notwendiger Kompensationsmaßnahmen des Körpers zur Überlebenssicherung verstanden werden, die durch hochkomplexe neurophysiologische Schaltkreise gesteuert und stabilisiert werden.
Folgerichtig stellt sich dann natürlich die Frage nach der eigentlichen Ursache orthopädischer Beschwerden und funktioneller Befunde. So kann eine Fehlsteuerung im Kieferbereich zur Dysfunktion im Bewegungsapparat führen, aber auch eine Fehlsteuerung der unteren Extremitäten nach einem Trauma oder einer Operation kann die Funktion im Kieferbereich kompromittieren.
Letztlich entscheidet der Körper anhand seiner Überlebensstrategie (stehender oder sitzender Beruf, viel oder wenig körperliche Belastung etc.), wie er Fehlsteuerungen am besten kompensieren kann. Im Sinne dieser absteigenden und aufsteigenden Ursache-Folge-Ketten sind Kenntnisse über die neurophysiologischen Interaktionen der Körpersysteme und geeignete Therapiemöglichkeiten notwendig.
Ein interdisziplinärer Ansatz, der alle Körpersysteme berücksichtigt, ist oft notwendig.

SEM-015
Dr.med. Monika Pirlet-Gottwald

Ernährung bei Krebserkrankungen: vegan? Ketogen? – was ist belegt, was sinnvoll?
Donnerstag, 21.3.2019 –14:30 bis 18:00 Uhr

Eine gesunde Ernährung ist ein fein abgestimmtes Gleichgewicht zwischen Bedarf und Bekömmlichkeit. Die Nahrung soll vielseitig und abwechslungsreich sein, die Inhaltsstoffe müssen in ihre kleinsten Bestandteile zerlegt und aufgeschlüsselt werden, damit resorbiert werden und damit sie zur Energiegewinnung, zur Regeneration und dem Aufbau von Substanz zur Verfügung stehen.
Alles was nicht verdaut wird schädigt den Darm, die Schleimhäute, es entstehen Entzündungen zunächst still (die sogenannte „Silent Inflammation“) dann chronisch systemisch. Die entstehenden Darmtoxine und produzierten Entzündungsmediatoren schädigen die Organzellen ihren Stoffwechsel und können längerfristig zu Zellschäden führen.
Eine sinnvolle Ernährungstherapie bei Tumorpatienten muss diese Vorgänge im Fokus haben: Vollständige Aufschlüsselung der Nahrung! Schonung des Verdauungssystems! Keine Giftbildung im Darm, keine Gärung, keine Fäulnis! Also wenig hochwertiges Eiweiß (vegan??), wenig Kohlenhydrate – was bleibt noch auf dem Teller? Wie kann solch eine Ernährung vollwertig, schonend und doch schmackhaft sein? Was muss man gegebenenfalls ergänzen?

SEM-021
Dr.med. Martha Ritzmann-Widderich

Therapeutisches Fasten in der Arztpraxis
Freitag, 22.3.2019 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Fastenkurse nach der Buchinger-Methode unter ärztlicher Anleitung werden im niedergelassenen Bereich zunehmend nachgefragt, sowohl präventiv als auch therapeutisch. In diesem Kurs erhalten Sie Anleitungen zu Organisation, Durchführung und Abrechnung von Fastenangeboten in Arztpraxen. Therapeutisches Fasten als sinnvolle ergänzende Therapiemethode hat viele positive Effekte. Diese reichen von Schmerzlinderung, Senkung von Insulinspiegel und Blutzucker, Blutdruck, Lipiden über Entzündungshemmung, Linderung von Verdauungsbeschwerden, Heuschnupfensymptomen und anti-atherogener Wirkung etc. Medikamente werden eingespart und die Korrektur ungünstiger Gewohnheiten erleichtert. Auch in den Medien findet das Thema zunehmend Beachtung. Verbesserung neuronaler und allgemeiner Zellregeneration durch Phagozytose und Ketose werden laut neuesten wissenschaftlichen Forschungsergebnissen regelmäßigem Fasten zugeschrieben.

AKU-073
Dr.med.Michael Rupprecht

Die besten Akupunkturindikationen Orthopädie – Äquivalent für vier Qualitätszirkel
Mittwoch, 20.3. – 9:00 bis 18:00 Uhr und Donnerstag, 21.3.2019 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Der Praktikumskurs richtet sich an Kollegen/innen, die ihre Akupunkturtätigkeit auf dem Gebiet der orthopädischen Erkrankungen ausbauen wollen und / oder die geforderten vier jährlichen Qualitätszirkel Akupunktur an zwei Tagen ableisten möchten.
Das Seminar ist so strukturiert, dass in einer kleinen Gruppe von maximal 12 Teilnehmern die Theorie und Praxis der Akupunkturbehandlung von häufigen und erfolgreich zu behandelnden orthopädischen Indikationen erarbeitet und geübt wird. Ergänzende Techniken und TCM-Verfahren wie Moxibustion, Schröpfen, Tapes und Kräuterrezepturen werden im Rahmen der jeweiligen Behandlungsfälle demonstriert.
Das auf die praktische Anwendung hin erstellte Kursskript erleichtert durch konkrete Therapieanleitungen Schritt für Schritt das selbständige Arbeiten nach dem Kurs.
Das Einbringen von Fallbeispielen aus der eigenen Praxis ist erwünscht. Die persönliche Vorstellung eigener Patienten ist nach Voranmeldung möglich.
Voraussetzung für die Teilnahme ist eine abgeschlossenen Grundausbildung Akupunktur (A-Diplom).
Der Kurs ist von der KV Baden-Württemberg als Ersatz für die im Rahmen der Qualitätssicherung geforderten vier jährlichen Qualitätszirkel anerkannt.

SEM-025
Dr.med. Henning Sartor

Regenerationsphysiologie für die Praxis – Wiederherstellung der Homöostase bei chronischen Erkrankungen und im Leistungssport, natürlich, evidenzbasiert“
Samstag, 23.3.2019 – 9:00 bis 18:00 Uhr

Gesundheit heißt im Gleichgewicht sein. In der Physiologie wird dieser Zustand als Homöostase bezeichnet. Ganze Gesundheit heißt die Ganzheit aller Gleichgewichte im Zustand eines dynamischen Gleichgewichts zu haben. Diesen Balanceakt über das Leben hin zu halten bedeutet die Gesundheit zu erhalten.
Balancen existieren auf allen Ebenen der menschlichen Existenz. Je präziser das Bild des Ist-Zustandes ist, desto klarer stehen dem Therapeuten die Packenden für natürliche Korrekturen vor Augen. Diagnostisch braucht es z.B. ausführliche, individuelle, klinische Untersuchung, Analyse relevanter Funktionsmarker der Zellen, der lnflammation, des Bauches mit dem Mikrobiom sowie der Nährstoffe, der Sauerstoffutilisation und der vegetativen Regulation. Über korrigierende Essweise, Lebensmittel im RedOx-Gleichgewicht und Nahrungsergänzungen wie auch durch physikalische Maßnahmen wie Atemtraining, Kälte und sportliches Training können bei vielen chronischen Erkrankungen physiologische Gleichgewichte wiederhergestellt werden. Für die regenerierende Wirkung des Fastens gibt es aktuelle Evidenz. Hierzu wurde 2016 der Nobelpreis der Medizin zum Thema Autophagy vergeben. Ebenso im Fokus der aktuellen Forschung steht das Mikrobiom mit seinem Metabolom. Auch hier spielen Fastenzeiten mit Darmsanierungen eine zentrale Rolle für die Genesung von chronischen Darm- und Systemerkrankungen.

SEM-018
Dr.med. Franziska Schindler

Mind Body Medizin bei Bluthochdruck
Donnerstag, 21.3.2019 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Ein großer Anteil der Patienten in allgemeinmedizinischen Praxen leidet unter Gesundheitsstörungen, die durch chronischen Stress verursacht oder negativ beeinflusst werden. Bluthochdruck ist unter ihnen eine der häufigsten.
Gleichzeitig sind jedoch viele Hausärzte nicht ausreichend geschult über die Maßnahmen, die diesen Patienten (und auch ihnen selbst) helfen könnten, um den Stress zu verringern.
In der medizinischen Fachliteratur lesen wir immer häufiger Begriffe wie Mind Body Medizin, Mindfulness, Meditation, MBSR, Resilienz, Embodiment. Was sich hinter diesen großartig klingenden Worten verbirgt, ist keine Schöpfung der Neuzeit. Unter der Bezeichnung Ordnungstherapie sind sie seit jeher Bestandteil der klassischen westlichen Naturheilkunde.
Durch Beachtung der natürlichen Biorhythmen, Atmung, Ernährung, Bewegung, Entspannung und Regulierung des Denkens und Fühlens werden die Selbstheilungskräfte aktiviert und ein größeres inneres Gleichgewicht herbeigeführt.
In diesem Workshop liegt der Schwerpunkt auf der Erfahrung am eigenen Leib, dem Embodiment. Nach einem theoretischen Überblick werden verschiedene Techniken der Mind-Body Medizin vorgestellt und erlebbar gemacht. Zudem wird es ausreichend Möglichkeit für Fragen und fachliche Diskussion geben.

SEM-022
Dr.med. Michael Schreiber

Mikrobiom in aller Munde: Neues aus der Mikrobiomforschung – und die Konsequenzen für die Praxis
Freitag, 22.3.2019 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Dr. Michael Schreiber ist Arzt mit Leib und Seele und naturheilkundlich versiert auf vielen Gebieten (Mikrobiologische Therapie, Ozon-Sauerstoff-Therapie, Akupunktur, Homöopathie und und), er hat sich mit dem Thema Mikrobiom schon viele Jahre beschäftigt und verfügt über eine große dokumentierte Sammlung von Patientenbeispielen.
Seit dem Buch von Giulia Enders „Darm mit Charme“ ist das Thema Mikrobiom auch bei unseren Patienten in aller Munde, es ist generell akzeptiert. Was weiß man Neues? Wie ist unsere Darmflora beteiligt am Entstehen chronischer Erkrankungen wie Diabetes und mitverantwortlich für unsere psychische Verfassung und für unser Gewicht?
Im Seminar werden diagnostische und therapeutische Tipps für die tägliche Praxis gegeben aus jahrzehntelanger Erfahrung gepaart mit neustem Wissen aus der Forschung.

SEM-027
Dr.med. Michael Schreiber

DIE Moderne Praxis für Naturheilverfahren – was braucht man/frau 2020 wirklich, welches Know How, welche Verfahren, Geräte?
Samstag, 23.3.2019 – 8:30 bis 12:00 Uhr

Dr. Michael Schreiber ist Arzt mit Leib und Seele und naturheilkundlich versiert auf vielen Gebieten (Mikrobiologische Therapie, Ozon-Sauerstoff-Therapie, orthomolekulare Therapie, Akupunktur, Homöopathie und und), er hat sich speziell mit dem Thema Praxisführung schon viele Jahre beschäftigt und verfügt über ein großes Insider-Wissen auch von anderen Praxen. Was hilft mir mit einem Minimum an Energie in Ausbildung oder Investment ein Maximum an Ergebnis für unsere Patienten zu erreichen? Unter der Vielfalt von Angeboten an Verfahren und Geräten geht man/Frau schnell unter – wie treffe ich eine Entscheidung? Was soll ich selber machen, was an die Helferin delegieren, und was beim Kollegen im Nachbarort in Kooperation machen – lassen? Wo bleibt meine eigene Freizeit und die Zeit für die Familie bei all der Praxis? Das Seminar richtet sich sowohl an junge Kollegen/innen, die sich neu niederlassen wollen, wie auch an Menschen, die sich verändern wollen – oder die ihr eigenes Verhalten im oft zu sehr dominierenden Alltag optimieren wollen. Ein Ansporn für jeden Arzt!

SEM-032
Dr.med. Michael Schreiber

Welche Vitamine und Spurenelemente sind 2020 essentiell?
Samstag, 23.3.2019 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Der Wille, gesund zu werden, ist stärker als der Wille, gesund zu bleiben! Das ist eine Weisheit in der Praxis des niedergelassen Arztes. Die Versorgungsforschung zeigt, dass Vorsorgeangebote seltener wahrgenommen werden als vorgeschlagen und meist erst das berühmte Kind im Brunnen behandelt wird. ABER: Patienten verlangen zunehmend nach natürlichen Medikamenten, und sind dann einem präventiven und auch
therapeutischen Angebot deutlich aufgeschlossener, wenn es sich um „etwas Natürliches“ handelt, wie Statistiken zeigen. Dabei stellen diese oft eine super Behandlung dar: Wissen Sie, dass Selen in richtiger Dosierung ein ganz wichtiger Faktor zur Stressbewältigung darstellt? Dass man auch über 80 Jährige vor Knochenfrakturen mit
Vitamin D und Calcium schützen kann? Vitamin E funktioniert als nicht-steroidales anti-entzündliches Medikament ohne Gefahr von Magenulcus. Wie Sie Vitamine und Spurenelemente gezielt und nach Spiegelbestimmung
effektiv in der präventiven, aber auch in der kurativen Medizin einsetzen, wird Ihnen unser Referent aus 25
Jahren hausärztlich internistischer Kassenarztpraxis berichten.

SEM-036
Prof.Dr.phil. Hartmut Schröder und Marlen Schröder

Wie lassen sich Nocebo-Reize in Placebo-Effekte umwandeln?
Sonntag, 24.3.2019 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Für die Spezies Mensch ist das gleichzeitige Dasein als Natur- und Kulturwesen charakteristisch. Menschen sind durch ihr Bewusstsein nicht nur in der Lage ihre Umwelt zu gestalten, sondern sie können sich in einem bestimmten Rahmen auch selber heilen. Allerdings können Menschen sich über ihr Bewusstsein auch selber krankmachen bzw. Heilungsprozesse behindern und sogar unmöglich machen. In der Forschung sind solche Effekte spätestens seit Anfang der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts unter der Bezeichnung Nocebo bekannt.
Der Begriff Nocebo (lat.: „Ich werde schaden“) meint vor allem spezifische und unspezifische Nebenwirkungen von medizinischen Wirkmitteln, die durch eine negative Grundeinstellung des Patienten oder durch angstfördernde Kommunikation des Therapeuten sowie systemische Faktoren (Umfeld sowie Ko-Therapeuten) verursacht bzw. verstärkt werden (können). Unbeabsichtigte negative iatrogene Suggestionen sind vermeidbar, wenn der Wirkmechanismus den Beteiligten bekannt ist und unterbrochen wird.
Wirksam werden Noceboreize nämlich erst dann, wenn sie bei Patienten auf fruchtbaren Boden stoßen, so dass zur Lösung des Nocebo-Problems Selbstkommunikation, Psychohygiene und Resilienzfaktoren eine große Rolle spielen. Eine Umwandlung von Nocebo-Reizen in Placebo-Effekte ist möglich durch eine wohlgeformte Kommunikation, die jedwede Therapie sinnvoll begleiten kann. Eine solche Kommunikation funktioniert aber nicht wie ein monokausales Wirkmittel, sondern sie erfordert eine bewusste und klare Gestaltung aller Stimuli unter Berücksichtigung der Kontextfaktoren. Therapeutisch wirksame Kommunikation ist Passungsherstellung und stellt den konkreten Menschen in den Mittelpunkt.

SEM-039
Prof.Dr.phil. Hartmut Schröder und Marlen Schröder

Therapeutische Arbeit mit Klängen und Musik als Verfahren der nicht-medikamentösen Schmerztherapie
Sonntag, 24.3.2019 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Im Seminar wird zunächst ein Überblick über die Vielfalt sowie Möglichkeiten und Grenzen der nichtmedikamentösen Verfahren der Schmerzmedizin gegeben. Darüber hinaus soll vor allem Selbsterfahrung im Bereich der therapeutischen Arbeit mit Klängen ermöglicht werden – therapeutische Settings sowie Kasuistiken aus dem Bereich einer adjuvanten Therapie bei chronischen Schmerzen sollen vorgestellt werden. Die Entwicklung praktischer Kompetenzen und die Supervidierung für die eigene Praxis bilden den Kern des Seminars. Thematische Schwerpunkte sind:
• Das bio-psycho-soziale Schmerzmodell und der multimodale Ansatz bei chronischen Schmerzen
• Theorie und Praxis der klangbegleiteten Schmerzpsychotherapie – Kasuistiken und therapeutische Settings
• Ausgewählte Klang- und Körperinstrumente bei chronischen Schmerzen
• Therapeutische Kommunikation und Schmerzmedizin: Sprechen über Schmerzen
• Forschung und Qualitäts-Sicherung in der therapeutischen Arbeit mit Klängen und Musik

AKU-071
Dr.med.Dipl.-Ing. Stefan Steinert

Trance-Akupunktur – die Kombination von Hynpotherapie und Akupunktur in der TCM
Mittwoch, 20.3.2019 – 9:00 bis 18:00 Uhr

Neben dem bekannten Einsatz von Akupunktur werden hypnotherapeutische Methoden mit Tiefenentspannungstechniken zurzeit noch wenig verwendet. Die Erfahrung aus verschiedenen Netzwerkpraxen für TCM seit 15 Jahren zeigt, dass der therapeutische Erfolg, vor allem bei psychosomatischen Störungen, deutlich gesteigert werden kann. Dies gilt vor allem, wenn eine Akupunktur im Rahmen einer lege artis durchgeführten TCM-Behandlung mit gezielten, geführten Kurzzeittrancen begleitet wird. Im Seminar wird auf leichte verständliche Weise anhand der 5 Elemente der TCM eine Modell-Struktur von 5 Hauptgruppen des vegetativen Nervensystems mit den dazugehörigen somatischen Markern vorgestellt. Im praktischen Teil werden spezielle Tiefenentspannungsübungen und Trancen mit entsprechend aus den Wandlungsphasen abgeleiteten Bildern vorgestellt und eingeübt. Die Technik ist nicht an ein spezielles Therapieverfahren gebunden und lässt sich sehr gut mit einer Akupunkturtherapie kombinieren. Das Seminar bietet in der Arbeit mit Erwachsenen und Jugendlichen, vor allem bei psychosomatischen und medizinisch nicht erklärbaren Symptomen, eine hypnotherapeutische Technik an, die sehr gut in eine Behandlung nach den Richtlinien der TCM integriert werden kann.
Vorkenntnisse der Wandlungsphasen-Wirkprinzipien sind von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.

SEM-028
Dr.med. Jürgen von Rosen

Das tiefe Unterbewusstsein (Theta-Zustand), das „Nicht-Denken“ und die Entwicklung des „Inneren Arztes“ (mit praktischen Übungen)
Samstag, 23.3.2019 – 8:30 bis 12:00 Uhr

Wir wollen alle einen tiefen Frieden im Herzen haben, glücklich sein und harmonisch leben. Alles hängt von uns selbst ab. Wenn wir uns in der Tiefe unseres Herzens verändern, dann erreichen wir Frieden, Glück und Harmonie. Das tiefe Unterbewusstsein, der Theta-Zustand stellt eine Verbindung zum Quantenfeld/Universum Gott her. Da wir Gottes Kinder sind haben wir auch göttliche Fähigkeiten. Die wollen wir in diesem Seminar durch Theorie und Übungen erreichen.

SEM-030 / SEM-031
Dr.med.dent. Hubertus von Treuenfels

Über kinetische Kettenwirkungen bei Kiefer-, Kopf- und Rückenschmerzen und ihre Therapie – Teil 1 und 2
Samstag, 23.3.2019 – 8:30 – 12:00 und 14:30 bis 18:00 Uhr

Der Mensch bewegt seinen Mund, Kiefer und Körper weitgehend autonom, d. h. unbewusst und unwillkürlich. Durch die belastenden Anforderungen und Unruhen des Alltags „entgleisen“ viele seiner Muskelfunktionen leicht: Zähnepressen, Bruxismus, Verspannungen und andere Dyskinesien sind typisch für diese „hausgemachten“ Organisationsstörungen.
Wer kann die Betroffenen von den Beschwerden, die mit „falschem“ Schlucken, Atmen, Kauen und Sprechen einhergehen, den Schmerzen, der Fehlhaltung, Verkrampfung, Verhärtung (oder Verbissenheit?) befreien? Nur sie selbst, allerdings oft nicht ohne Hilfe von außen. Die Frage ist nur:
-Wie bringen wir als Behandler unsere Patienten dazu, dass sie sich mittels eines Biognathors
und/oder der Padovan-Übungen selbst umorganisieren, reorganisieren, und zwar unbewusst und
unwillkürlich (reflektorisch)?
-Wie machen wir es möglich, dass sie „nur“ noch die Möglichkeit haben, nicht das „Falsche“ zu tun?
– Welche Kenntnisse, Handgriffe und Instrumente brauchen wir, um sie durch „richtige“ Bewegungen
zu führen, stützen (schützen) stimulieren und motivieren, damit ihre Beschwerden, besonders
Schmerzen, nachlassen?
Der Biognathor, eine grazile und unauffällige Variante des Bionators, lässt sich mühelos, auch tagsüber tragen. Mit seinem Doppeleffekt ermöglicht er eine natürliche und definitive Bisskorrektur bei gleichzeitiger Repositionierung der Kiefergelenke. Er unterscheidet sich von den üblichen Aufbissschienen, weil er durch seinen lose beweglichen Sitz zu gesunden Gelenkbewegungen führt. Dadurch entsteht in der Regel ein reflektorischer Loslasseffekt: Zähne-, Zungen- und Lippenpressen, Knirschen, Wangensaugen u. a. Parafunktionen, die von Muskelverspannungen und Schmerzen begleitet werden, lassen nach. Zahnreihen und Gelenke, auch die der Halswirbelsäule, werden entlastet, Geräusche (bes. Knacken) sowie Einschränkungen der Kiefer-, Kopf- und Körperbewegungen werden vermindert oder ausgeschaltet.
Begleitende mund- und körpermotorische Übungen (Neurofunktionelle Reorganisation nach Padovan) sind ein wichtiger Bestandteil dieser neuen Systemischen Behandlungskonzeption. Dazu gehört hauptsächlich die Anwendung des Saugtrainers, der „Kaunudel“ und des Kauknöchelchens neben anderen Übungen zur Tonus-Regulierung, Koordinierung und Harmonisierung der Mund-, Kiefer-, Gesichts-, Hals-, Nacken-, Schulter- und Rumpfmuskulatur. Kommentar einer Patientin: „Wieder richtig essen und schlafen zu können ist wie ein neues Leben!“

SEM-008
Dr.med.dent. Bodo Wettingfeld

Einführung in die Zungendiagnostik und den Biorhythmus
Mittwoch, 20.3.2019 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Die Teilnehmer lernen die Zunge zu spiegeln im System der TCM sprich der Meridian- oder Fünfelementenlehre, um den ersten Eindruck diagnostisch einzuordnen. Das biorhythmische Prinzip wird erklärt auf der Grundlage universeller Gesetze und es werden Einsatzmöglichkeiten für den therapeutischen Alltag aufgezeigt.
Die Zungendiagnostik in der Tiefe zu erlernen ist ein weites Feld und sprengt den Rahmen eines solch kurzen Seminars. Da es aber immer sehr hilfreich ist bei jeder Diagnostik die Zunge anzuschauen, möchte das Seminar die Fähigkeit vermitteln, das Gesehene in eine Gesamtdiagnostik bereichernd zu integrieren. Neben der Theorie wird somit vor allem der Blickschulung eine große praktische Sequenz gewidmet, um den Teilnehmern ein System zu erschließen, mit dem sie direkt nach dem Kurs arbeiten können. Die Biorhythmus ist ein System mit dem „große Ärzte“ der Charite, wie etwa die Geheimräte Professor Sauerbruch und Professor Bier standardmäßig gearbeitet haben. Nach dem Heimgang von Dr. Aschhoff senior, ist diese Methode mehr und mehr in Vergessenheit geraten. Das Seminar versteht sich als eine Art „Revival“ und möchte Kollegen zum einen motivieren sich mit diesem System wieder zu beschäftigen und zum anderen natürlich die mannigfaltigen Vorteile transparent machen, die wir im Umgang mit uns selbst und den Patienten daraus generieren können.


Regina-Elisabeth Willems

Verjüngungsübungen der chinesischen Kaiser Hui Chun Gong
Freitag, 22.3. / Samstag, 23.3. / Sonntag, 24.3.2019 – jeweils 8:00 bis 8:45 Uhr

Die bis vor einiger Zeit geheim gehaltenen, besonders raffiniert ausgeklügelten Qi Gong Übungen kann der weltweit vernetzte Mensch heute bewusst an sich selbst erfahren. Ich lade Sie ein einige energetisierende Bewegungs- und Atemabläufe spielerisch und leicht miteinander zu praktizieren. Der Geist kommt zur Ruhe, Lebensfreude wird eingeladen, Konzentration auf die hormonellen, regenerierenden Funktionen erzeugt, es entsteht eine innere Haltung und Bewusstheit in betont langsamen, aufeinander abgestimmten Bewegungen, die das QI, den Energiefluss anregen zu erspüren.
Wir leben seit 100 Jahren etwa vorwiegend in Häusern, genießen wir beim Kongress die Chance draußen in angenehmer Umgebung zu üben. Diese Übungen lassen sich leicht in jeden Praxisalltag integrieren, auch drinnen, ohne meist nicht vorhandene Extrazeit zu beanspruchen. Sie sind so geschickt aufgebaut, dass Sie auch ohne großen räumlichen Aufwand durchgeführt werden.
In unserem Kulturkreis gehen wir davon aus, dass Körper, Seele und Geist sich gegenseitig bedingen. Psychisch stabil sind in der Regel Menschen, die allen Forderungen der klassischen Naturheilverfahren lebensbejahend gerecht werden. Dies spiegeln die 5 Säulen nach Pfr. Kneipp wieder. Mit gewissen Ritualen und Rhythmus bleibt Zeit für das gewisse Etwas, was ein gelingendes Leben ausmachen kann.


Regina-Elisabeth Willems

Vital mit energetisierenden Übungen
Freitag, 22.3. / Samstag, 23.3.2019 – jeweils 13:30 bis 14:15 Uhr

Psychisch leidend sind die, die sich stark über- oder unterfordern ohne sich dessen bewusst sein zu müssen. Neben all den anderen weisen Schritten kann die sanfte, sinn-volle Bewegung wieder dazu beitragen sich besser wahrzunehmen, und es ist nie zu spät mit etwas Wohltuendem zu beginnen. Hier darf jeder starten in einen gelingenden Kongressnachmittag- und Abend.

SEM-026
PD Dr. Johan Peter Wölber und Julia Kitzmann

Motivierte udn gesündere Patienten dank Motivational Interviewing
Samstag, 23.3.2019 – 8:30 bis 18:00 Uhr

Die meisten chronischen Erkrankungen der Moderne beruhen auf ungünstigen Verhaltensweisen der Patienten. Die Folgen des Rauchens, fett- und zuckerreicher Ernährung, sowie von Stress und Bewegungsmangel erfordern nachhaltige Therapien und eine intensive Mitarbeit der Betroffenen. Die erfolgreiche Patientenmotivation zur Verhaltensänderung stellt jedoch eine riesige
Herausforderung für Ärzt, Zahnärzte und alle anderen Mitarbeiter des Gesundheitswesens dar. Hierbei kann die Gesprächsführungsmethode des Motivational Interviewing (MI, deutsch: Motivierende Gesprächsführung) eine wissenschaftlich nachgewiesene Unterstützung für alle Beteiligten sein. Ursprünglich von den Psychologen Miller & Rollnick für den Einsatz in der Therapie von Alkoholkranken konzipiert, zeigte diese Methode in den vergangenen Jahrzehnten der Forschung auch in vielen anderen Gesundheitsbereichen höhere Erfolgsraten als eine “klassische Motivation” mittels beratschlagenden Anweisungen. So wurden unter anderem bereits positive Ergebnisse in der Raucherentwöhnung, der Ernährungsberatung, der
Mundhygienemotivation, der Förderung der körperlichen Aktivität, sowie bei der Verbesserung der Medikamentenadhärenz beschrieben. Dabei beruht das MI auf einer bestimmten Grundhaltung des Therapeuten, auf abgestimmten Prozessen
und speziellen Kommunikationstechniken. Der einführende Workshop soll alle Aspekte des MI sowohl in Theorie als auch in
Praxis darstellen und Freude für die Motivierung von Patienten wecken.

SEM-035
Sebastian Wurster

Konservative Schmerztherapie
Sonntag, 24.3.2019 – 9:00 bis 12:30 Uhr

In dem Kurs erlernen Sie Techniken um effektiv, schnell und längerfristig chronische und akute Schmerzen zu behandeln. Sie bekommen einen Einblick in die, zurzeit sehr populäre Methode nach Liebscher und Bracht, osteopathischen Behandlungstechniken aus den Bereichen myofaszialer Behandlung, Myoreflextherapie, Triggerpunkt- und manueller Therapie. Neben den Techniken erhalten Sie eine Sammlung aus effektiven Übungen, die die Langfristigkeit der Techniken gewährleisten und den Patienten an die Hand gegeben werden können.

SEM-017
Dr.med. Kurt Jürgen Zell

Mistel-Injektions-Therapie am Bewegungsapparat – ein ganzheitliches Konzept von Arthrose und der degenerativen Wirbelsäulen-Erkrankungen
Donnerstag, 21.3.2019 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Seit Einführung der Arthrose-Therapie mit Mistel-Injektion durch den Arzt Dr. Madaus in den 30er Jahren haben viele Kollegen bis in die späten 80er Jahre Mistelinjektions-Therapie mit Erfolg durchgeführt.
Nur wenige Ärzte und Patienten wissen heute noch über die hochpotente Wirksamkeit der Mistel am BWA. Mit der Entwicklung der neuen NSAR wie Diclo und Ibu deren Nebenwirkungsrate hoch ist, erzielt man oft schnelle schmerzlindernde Wirkungen jedoch keine anhaltenden Befundverbesserung.
Die gut verträgliche Apfelmistel wird an den befallenen Gelenken injiziert und je nach Reaktionslage im Wochenabstand (vier bis acht Mal) in der Dosis gesteigert.
Ziel ist eine lokale Mistel-Reaktion zur langfristigen Funktionsverbesserung, Schmerz- und Entzündungsreduktion sowie deutlich bessere Belastungsfähigkeit.
Der Kursleiter betreibt seit 38 Jahren Misteltherapie und hat vieles neu entwickelt.
Im ersten Teil des Kurses werden Bezüge zur bindegewebigen Matrix, dem Stoffwechsel, den Mitochondrien, den Meridianen usw. hergestellt. Im zweiten Teil werden alle Indikationsbereiche und Techniken der Therapie strukturiert vermittelt und entsprechend angeleitet.
Viele Tipps und Tricks eines alten Hasen rund um den Bewegungsapparat bereichern das Seminar. Von der Theorie direkt am nächsten Tag in die Praxis. Supplement als Kursskript.


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