Abstracts

135. ZAEN-Kongress 2018

SEM-003
Matthias Bacher und Dr.med.dent. Bodo Wettingfeld

Kranksein, Gesundsein, eine Frage des Bewusstseins
Donnerstag, 20.9.2018 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Bewusstsein, Seele, Psyche: Mit welcher Bedeutung könnten wir diese Begriffe belegen und wie können wir sie nutzen, um die Mechanismen von Gesundheit und Krankheit tiefer zu verstehen. Neben dem Körper-Seele-Geist Modell werden zeitlose Symbole der Traditionell Chinesischen Medizin den Rahmen bilden für essentielle Betrachtungen einer zentralen Lebensthematik. Die umschreibt, dass in der Begrifflichkeit Medizin lateinisch Medi die Mitte steckt. Und nicht zu vergessen: zin ziehen. Es werden diese Punkte sein, die zu Beginn den Weg des Seminars bestimmen werden. Dabei ist es wichtig, den Teilnehmern das Bewusstsein zu entwickeln, das all diese Punkte nicht nur für unsere Patienten gelten sondern auch für die Therapeuten. Die Profession Medizin kann somit die immer wieder anklingende Botschaft sein, den eigenen Lebensweg auszurichten von der Peripherie zum Zentrum, zur Mitte. Für die Arbeit mit den Patienten bedeutet dies, das authentische Vorleben des Weges im therapeutischen Alltag mit dem Ziel, ihn behutsam zu motivieren, etwas davon gemäß seinem Vermögen im eigenen Leben umzusetzen.
Praktische Beispiele aus dem täglichen Leben runden die Betrachtungen und schaffen Transparenz, im Umgang mit der Thematik, im eigenen Dialog, im Kontakt mit Patienten und letztendlich allen Menschen.
„Wer sich freiwillig unter das Gesetz stellt ist wirklich frei“. Dieser Satz von Schiller baut eine Brücke für den weiteren Verlauf und möchte die Begrifflichkeit „Gesetz“ mit Leben füllen. Es handelt sich dabei um universelle Lebensgesetze oder Prinzipien, nach denen die ganze für uns wahrnehmbare Welt aufgebaut ist. Ein Plus für mehr Gesundheit ergibt sich daraus, diese Gesetze zu kennen, zu verinnerlichen und dann im Alltag anzuwenden.

SEM-012
Dr.med. Roswitha Bergsmann

Palpationskurs – Palpation reflektorischer Krankheitszeichen (Projektionssymptome) – eine einfache Screeningmethode für Diagnostik und zur Therapiekontrolle
Freitag, 21.9.2018 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Kurze theoretische Einführung, Demonstration der Techniken, viel praktisches Üben in 2er- oder Kleinstgruppen, ausreichend Zeit für Fragen aus eigener Erfahrung. Palpation reflektorischer Krankheitszeichen (Projektionssymptome – auch als Head`sche Zonen bekannt) basiert auf Veränderungen in Haut, Subcutis, Bindegewebe und Muskulatur bei Störungen im Körperinneren, die u.a. über den segmantal regulatorischen Komplex (SRK) und kinetische Ketten an bestimmte Stellen und Formationen der Körperhülle übertragen werden. Die Veränderungen sind mit der Hand tastbar, geben Hinweise auf die Lokalisation der Störung, sind dadurch als diagnostisches Screening einsetzbar. Auch erleichtern sie die Wahl des für den Therapieeinstieg günstigsten Orts jeglicher Reflex-bzw. Regulationstherapie. Erfolgreiche Therapie verändert die Projektionssymtome unmittelbar, was wiederum palpabel ist; somit ist die Palpation auch eine hilfreiche Therapiekontrolle. Ziel des Seminars ist es, neben einem kurzgefassten theoretischen Hintergrund vor allem durch persönliches Üben die Sinnhaftigkeit der Palpation zu vermitteln – durch Anfassen, Erspüren – durch „selbst Hand anlegen“, aber auch durch „am eigenen Leib spüren“. Mit einiger Übung ist Palpation rasch einsetzbar, gibt schnelle, hilfreiche Informationen, ist billig, fördert das Arzt – Patientenverhältnis. Denn oft spürt der Patient die Palpation an gestörten Orten in einer anderen Qualität als in ungestörten Arealen. Dadurch kann er wichtige Hinweise geben und bei Rückfragen oft die Anamnese ergänzen. Der Patient fühlt sich an- und ernstgenommen und ist leichter als ein an seiner Gesundung mitwirkender Partner zu gewinnen.

SEM-021
Dr.med. Roswitha Bergsmann

Psychiatrie – aus der Praxis für die Praxis – nimmt Angst, gibt Sicherheit, steigert Zufriedenheit und Freude – eine Win-Win-Situation für Sie und Ihre Patienten
Samstag, 22.9.2018 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Hilfreiches und Wissenswertes für Diagnose, Therapie, Prophylaxe. Was tue ich, was tue ich nicht, wenn es schwierig wird. Einblicke in psychopathologischen Status, Umgang mit Patienten, Angehörigen, Fallbeispiele, Fragen, Diskussion. Kurze Wiederholung des psychopathologischen Status, Umgang mit Suizidalität und psychiatrischem Notfall. Abhandlung einiger Krankheitsbilder an Hand von Fallbeispielen, Umgang mit Patienten, Angehörigen in schwierigen Situationen – was ist hierbei besonders zu beachten. Bedeutung einer guten Arzt-Patient-Beziehung, sozialpsychiatrischer Zugang für einen ganzheitlichen Zugang und Behandlungsplan sinnvoll und wichtig. Sinnhaftigkeit der multiprofessionellen Vernetzung, Multimorbidität in der Psychiatrie, Säulen der psychiatrischen Therapie .

SEM-029
Dr.med. Jürgen Birmanns

Gesundheit kann man essen – „Du bist, was Du isst“
Sonntag, 23.9.2018 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Sie erfahren, warum wir in unserer Wohlstandsgesellschaft – trotz allem Überfluss – mangelernährt sind und mit welcher Ernährung sich verschiedenste Krankheiten, vom Gebissverfall über Rheuma, Nieren- und Gallensteine, Hauterkrankungen und Infektanfälligkeit bis hin zum Herzinfarkt, vermeiden lassen.
80 Prozent aller Krankheiten sind ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten.
Der Mensch ist, was er isst.
Werden wir uns in Zukunft wie in biblischen Zeiten von Heuschrecken und Honig ernähren oder kommen molekulare Nahrungsmittel bald aus dem
3 D-Drucker?
Während sich die Menschen im industrialisierten Europa krank essen und ihr Grab mit den eigenen Zähnen schaufeln, hungert die Bevölkerung in Regionen unterhalb des Äquators.
Angespornt durch Science Fiction-Romane arbeiten Forscher im Labor am personalisierten Essen. Designfood oder Biogemüse, grüne Gentechnik oder alten Sorten – wie wollen wir uns in Zukunft ernähren?
Der Biolandwirt Prinz Felix zu Löwenstein gibt eine treffende Antwort: „Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr“.

SEM-011
Dr.med. dent. Uwe Drews

Biologische Umweltzahnmedizin
Freitag, 21.9.2018 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Es wird eine profunde Diagnostik der Materialunverträglichkeit dargestellt. Welche Materialien dürfen nicht und welche sollen eingesetzt werden. Wie gehen wir mit der Thematik „wurzelbehandelte Zähne“ um? Was sind Kieferstörfelder in Form einer ischämischen Osteonekrose (NICO) und wie werden sie behandelt? Wie sind Implantate zu bewerten?

SEM-018
Peter Emmrich

Heilen mit Dr. Schüßler-Mineralsalzen
Samstag, 22.9.2018 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Lernen Sie an diesem Seminar die einfache und doch sehr bewährte Heilweise mit den Schüßlersalzen kennen. Nicht nur bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit helfen diese Mineralsalze, sondern auch bei Erkrankungen der Verdauungsdrüsen und des Bewegungsapparates können sie mit großem Erfolg angewendet werden. Mineralsalze nach Dr. Schüßler können sowohl Kleinkindern als auch Erwachsenen ohne Einschränkungen verabreicht werden. Deshalb sind sie so gut für jede Hausapotheke geeignet. Welche Anwendungsmöglichkeiten diese Schüßlersalze mittlerweile weltweit haben kommt ebenso zur Sprache. Der Referent wird ausgewählte Fallbeispiele aus seiner Praxis vorstellen.

SEM-015
Dr.med. Thomas B. Fischer

Kurs 1 KMT: Allgemeine Metalltoxikologie
Samstag, 22.9.2018 – 9:00 bis 18:00 Uhr

Latente Metallintoxikationen sind inzwischen eine sehr ernst zu nehmende Komponente im multifaktoriellen Ursachengefüge chronischer Erkrankungen, wie Krebs, MS, CFS, Autoimmunerkrankungen, Fibromyalgie, burn out, Durchblutungsstörungen etc. Nach entsprechender Diagnostik ist die sachgerechte Ausleitung potentiell toxischer Elemente eine entscheidende Voraussetzung, um Therapierbarkeit, Besserung oder sogar Heilung erst möglich zu machen. Die Ärztegesellschaft für Klinische Metalltoxikologie bietet dazu ein strukturiertes Ausbildungsprogramm, das auf fundierter Basis die theoretischen Hintergründe sowie praxistaugliche Anleitung zur Metallausleitung vermittelt. So werden die Quellen potentiell toxischer Metalle, wie Amalgam, Industrie- und Verkehrsimmissionen, Nahrungsmittel, Kosmetika, Energiesparlampen etc. und ihre Bedeutung bei der Entstehung chronischer Erkrankungen erörtert, die Eigenschaften, Wirkungen und Nebenwirkungen der üblicherweise zum Einsatz kommender Chelatoren EDTA, DMPS, DMSA und DTPA ausführlich dargelegt und die korrekte Vorgehensweise bei der Metalldiagnostik beschrieben. Schwerpunkt liegt darüber hinaus auf der auf den ersten Blick nicht immer ganz einfach erscheinende Interpretation der Laborergebnisse sowie der sich daraus ergebenden Entscheidungen für das differenzierte therapeutische Vorgehen. Die Erörterung einer Vielzahl praktischer Beispiele sowie klare Vorgaben für Therapieschemata ermöglichen nach dem Kurs die sofortige Integration der Metalltoxikologie in den Praxisalltag.

SEM-026
Dr.med. Thomas B. Fischer

Kurs 2 KMT: EDTA-Chelattherapie bei Durchblutungsstörungen
Sonntag, 23.9.2018 – 9:00 bis 18:00 Uhr

Vermeidung von Herzinfarkt, Schlaganfall oder Amputation, offen halten von Stent oder Bypass – die Heilung der Entzündung der Intima als eigentliche Ursache der Arteriosklerose ist der Königsweg bei der Therapie von Durchblutungsstörungen. Seit 50 Jahren werden mit der EDTA-Chelat-Therapie eindrucksvolle Ergebnisse erzielt, jetzt sogar mit der groß angelegten TACT-Studie des National Institute of Health der USA auf Evidenzlevel I a bewiesen:
Die EDTA-Chelat-Therapie zur Therapie von Durchblutungsstörungen ist sicher, nebenwirkungsarm, leicht durchzuführen und im Vergleich zu Stent oder Bypass nachweislich erfolgreicher!
Im Seminar werden die Grundlagen zum EDTA, dessen Wirkungsweise, die optimale Diagnostik und die therapeutische Vorgehensweise detailliert beschrieben sowie die zu erwartenden Ergebnisse vermittelt. Danach sind die Teilnehmer in der Lage, sofort in der Praxis mit dem Einsatz der EDTA-Chelat-Therapie von Durchblutungsstörungen zu beginnen.

SEM-022
Dr.med. Sabine Gapp-Bauß

Das Schlafseminar mit dem Sounder Sleep System
Samstag, 22.9.2018 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Die Schlafstörungen sind in der (natur-)ärztlichen Praxis ein häufiges Symptom mit oft sehr komplexen Ursachen. In diesem Workshop werden die physiologischen und neurobiologischen Vorgänge der Schlafarchitektur sowie die körperlichen psychosomatischen Ursachen für Schlafprobleme verständlich gemacht. Anhand von Beispielen aus der Praxis werden verschiedene Herangehensweisen und Möglichkeiten der Intervention vorgestellt. Ein ordnungstherapeutisches Konzept sowie ganzheitlich-naturheilkundliche Therapeutika werden erläutert. Vor allem aber werden angenehme Übungen vermittelt, die dabei helfen, besser einzuschlafen, tiefer zu schlafen und auch am Tag auf sanfte Weise den Stresspegel herunter zu dimmen. Dies geschieht mittels sehr angenehmer Übungen unter anderem aus dem Sounder Sleep System. Dabei werden bewusste Körperwahrnehmung und Atembeobachtung mit Mikrobewegungen miteinander kombiniert. Viele dieser Übungen eignen sich für den „Notfallkoffer“, aus dem man sich auch in Krisen und schwierigen Lebenslagen sehr gut bedienen kann.

SEM-010
Dr.med. Ulrike Güdel

Positive Selbst Entwicklung mit Energie – Energie als einer der Schlüssel zur Heilung
Freitag, 21.9.2018 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Energiemangel und Erschöpfung wird von vielen Patienten beklagt, gleichwohl bleiben die üblichen Abklärungen oft ohne Befund. Im Seminar werden die Verbindungen zwischen Energie, vegetativem Nervensystem und Trauma–Resten in den Zellen besprochen und Lösungsansätze skizziert.
Viele funktionelle Störungen können keinem gängigen Krankheitsbild zugeordnet werden. Bei vielen chronischen Beschwerdebildern gibt es einen Mangel an Therapieoptionen, die den Patienten nicht noch zusätzlich belasten. Hier bietet die Naturheilkunde, in meinem Fall speziell die Energiemedizin, einen gangbaren Weg, den ich seit 20 Jahren erfolgreich begehe. Die Erfahrung zeigte mir, dass Energiemangel, sowohl des Körpers als auch des vegetativen Nervensystems und damit auch der Seele und des Immunsystems, der Schlüssel zur Behandlung sehr vieler Leiden sein kann. Damit lassen sich nachhaltige Erfolge erzielen und der Patient lernt in Eigenverantwortung sein volles Potential auszuschöpfen. Interessanterweise verändert sich durch diese subtile Traumatherapie auch das Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen zu seinem Vorteil.
Im Seminar möchte ich sowohl theoretisch als auch in der praktischen Anwendung mein Konzept darlegen und mit den Teilnehmern in Form von konkreten Übungen erarbeiten.

SEM-013
Prof.Dr.med. Peter Gündling

Schach den Antibiotika – Phytotherapie bei Atemwegserkrankungen und MRSA. Wissenschaftliche Hintergründe und Tipps aus der Praxis
Freitag, 21.9.2018 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Virale und zunehmend auch bakterielle Infektionen durch resistente Keime stellen die Medizin vor immer größere Herausforderungen. Phytotherapeutika und nichtmedikamentöse Naturheilverfahren bieten hier wertvolle Optionen –in der Praxis bewährt und wissenschaftlich belegt.
Obwohl es allseits bekannt sein dürfte, dass die Erreger akuter Atemwegsinfektionen in über 90% der Fälle Viren sind, werden auch hierbei Antibiotika – meist aus übertriebenem Sicherheitsbedürfnis – noch immer großzügig eingesetzt.
Dabei lässt sich durch die richtige Auswahl und frühzeitige Gabe geeigneter Naturheilverfahren nicht nur der Heilungsverlauf beschleunigen sondern auch das Risiko einer bakteriellen Superinfektion virusinfizierter Epithelzellen verhindern.
So vermögen Phytotherapeutika das Schleimhautsekret zu verflüssigen, die Schlagfrequenz der Zilien zu steigern, den Sekretabtransport und das Abhusten (die mukoziliäre Clearance) zu erleichtern. Zudem können sie Entzündungen durch die Hemmung proinflammatorischer Zytokine verringern und selbst hochwirksame antivirale und antibakterielle Mechanismen aktivieren.
Welche – vor Allem heimische – Pflanzen und nicht medikamentöse Verfahren das Repertoire der Natur hierzu bietet, wie diese angewendet werden und welche wissenschaftlichen Grundlagen und praktische Erfahrungen es dazu gibt, ist Inhalt dieses Seminars.

OST-051
Dr.med. Anton Hack

Schädelbehandlung Manu-fit – Craniosacrale Therapie
Freitag, 21.9. bis Sonntag, 23.9.2018 – jeweils 9:00 bis 18:00 Uhr

Diese Störungen kommen nicht durch Verletzungen des Schädels sondern vom Becken. Federungseinschränkungen der Beckenknochen führen zu einem existenzbedrohlichen Beckenschiefstand. Der Körper besitzt ein Programm, welches die Störung ausgleicht. Um das Leben weiterhin genauso gut und schmerzfrei zu ermöglichen, wird die Last auf möglichst viele Schultern verteilt. Außer dem Bewegungsapparat und den inneren Organen ist auch der Schädel beteiligt. Die ungestörte Bewegung des Schädels wirkt wie eine Pumpe, welche das Gehirn entwässert, entschlackt und den Liquor weiter transportiert. Störungen erschweren den Prozess, können die Hirnleistung beeinträchtigen und für Kopfschmerzen verantwortlich sein. Die Ober- und Unterkiefer stehen nicht mehr passgenau zu einander. Unter dieser craniomandibulären Dysfunktion leiden das Gebiss, die Kiefergelenke und die Kaumuskulatur. Die Sinnesorgane sind in den Schädelknochen eingelagert. Bei einer Positionsveränderung liefern sie nicht mehr symmetrische Daten an das Gehirn. Tinnitus und Schwindel werden dadurch beeinflusst und Sehbeeinträchtigungen möglich. Sie erlernen für die Diagnostik der Störungen der Schädelknochen den sog. craniosacralen Rhythmus zu fühlen und können am Ende des Kurses die Störungen sicher beseitigen.

SEM-019
Prof.Dr.rer.nat. Michael Keusgen

Therapieren mit Nahrungs(ergänzungs)mitteln – sinnvoll oder weniger sinnvoll?
Samstag, 22.9.2018 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Leider werden immer mehr pflanzliche Arzneimittel vom Markt genommen. Aber wie kann man als Therapeut darauf reagieren? Viele Arzneipflanzen sind auch Bestandteile von Nahrungsergänzungsmitteln. Daraus ergibt sich wiederum die Frage, ob Nahrungsergänzungsmittel therapeutisch eingesetzt werden können. Vor etwa 70 Jahren wurde ernsthaft damit begonnen, den Zusammenhang zwischen Gesundheit und Ernährung zu erforschen. Neben zahlreichen Diäten, die in dieser Zeit entwickelt wurden, erweckte auch die so genannte „Mediterrane Diät“ besondere Aufmerksamkeit. Aus der Analyse der mediterranen Essgewohnheiten heraus konnten Makro- und Mikronährstoffe identifiziert werden, die in jüngerer Zeit verstärktes Interesse als Zutaten für Nahrungsergänzungsmittel erweckten. Es soll ausgeführt werden, welche Stoffe in sinnvoller Weise in Form von Nahrungsergänzungsmitteln verabreicht werden können und so eine Therapie unterstützt werden kann. Abschließend sollen die rechtlichen Rahmenbedingungen für Nahrungsergänzungsmittel erklärt und an Beispielen gezeigt werden, welche Nahrungsergänzungsmittel aus diesem rechtlichen Rahmen fallen. Da der Autor langjähriger Vorsitzender der Abgrenzungskommission des Bundes und der Länder ist, kann zu diesem Punkt Information aus 1. Hand geliefert werden.

SEM-024
Prof.Dr.rer.nat. Michael Keusgen

Phytotherapie und Medikamente aus Naturstoffen: Heilkräuterexkursion
Samstag, 22.9.2018 –14:30 bis 18:00 Uhr

4 Std. Heilkräuterexkursion. Festes Schuhwerk und dem Wetter angepasste Kleidung ist erforderlich. Falls vorhanden: Bestimmungsbuch. Sie mögen bestimmt denken: Was blüht denn noch im frühen Herbst? Die Antwort ist: Sehr viel! Durch eine klimatische Besonderheit von Freudenstadt setzten viele
Pflanzen im September nochmals zu einer zweiten Blüte an, so dass Schafgarbe, Lavendel, Spitzwegerich und vieles mehr in voller Blüte bewundert werden kann. Dazu bieten die Gärten rund um den Kurpark weitere, interessante Objekte. Mit Eibe und mit einem kleinen Feld Herbstzeitlose
kommen die Giftpflanzen auch nicht zu kurz. Vom Kurpark geht es dann durch Parkanlagen, Wiesen und Gärten hinauf zum Friedrichsturm.

SEM-023
Alfons Meyer

Immunologische Grundlagen der Regulationstherapie
Samstag, 22.9.2018 –14:30 bis 18:00 Uhr

Die im gesunden Gewebe ( z.B. Schleimhäuten ) patrouillierenden Makrophagen ( „große Fresser“ ) präsentieren ihren nächst übergeordneten Abwehrzellen, den T-Lymphozyten in den Lymphknoten die bei ihrem Erkundungsgang aufgegabelten Erregeranteile. Diese T-Lymphozyten entscheiden dann, ob es zu einer Aktivierung der Immunantwort kommt oder nicht. Erkennen die T-Lymphozyten, die vorher eine harte Schulung im Thymus absolviert haben
( Durchfallquote liegt bei 97% ) eine Gefahr für den Organismus, entsenden sie Botenstoffe
( Interleukin-2, TNF-α, Interferon-γ ), um den Kampf gegen die Antigene aufzunehmen. Um später eine erneute Invasion desselben Erregers schneller und präziser abwehren zu können, bilden nachfolgend B-Lymphozyten des humoralen Immunsystems ganz spezifische, exakt zu den präsentierten Erregeranteilen passende Antikörper ( Immunglobuline, IgG, IgM, IgA, IgE…) gemäß dem Schlüssel/Schloss-Prinzip.

SEM-008
Dr.med. Ralf Oettmeier

Einführung in die aktive Fiebertherapie
Freitag, 21.9.2018 –11:00 bis 12:30 Uhr

Fieber bedeutet die körpereigene Temperaturerhöhung über 38,5°C. Dies ist ein wesentlicher Mechanismus der Aktivierung des Immunsystems, der Anregung von Organ- und Stoffwechsel-funktionen sowie der Überwindung von Regulationsblockaden. Die durch spezielle Vakzine induzierte Fiebertherapie kann ohne größeren apparativen Aufwand sehr hilfreich zur Überwindung der Krebskrankheit, bei chronischen Infektionen, Schmerzen und rheumatischen Erkrankungen sein. Nach dem Auslaufen des in Analogie zum Coley´schen Fieberserums bekannten Präparates Vaccinoneurin® stehen inzwischen einige Vakzine mit ähnlichem Wirkprofil zur Verfügung. Im Gegensatz zur passiven, künstlichen Fiebertherapie (Ganzkörperhyperthermie) werden bei körpereigener Fieberentwicklung unterschiedliche Zytokin- und Interleukinmuster beobachtet. Zusätzlich kommt es zu modulativen Effekten der Lymphozyten, Makrophagen und dentritischen Zellen. Eindrücklich sind zudem die positiven psycho-emotionalen Entlastungseffekte, welche die Patienten berichten. Im Workshop werden unter verschiedenen Ablaufprämissen praxisrelevante Empfehlungen der Therapiedurchführung, Dosierung und Charakteristik der Bakterienlysate vorgestellt.
Auf der Basis von eigen durchgeführten Anwendungsbeobachtungen zu erreichter Fieberhöhe, mittlerer erreichte Temperaturdifferenz, Häufigkeit an Nachfieberphasen, Temperaturverhalten bei Wiederholungsbehandlungen und relevante Nebenwirkungen konnte klar das Dosierungsverhalten abgeleitet werden. An mehreren Beispielen von Patienten, welche 10 und mehr Fiebertherapien im Verlaufe von 2-3 Jahren durchgeführt haben, kann die sehr gute Steuerbarkeit von Fieberhöhe und –kinetik demonstriert werden.
Damit sind umfassende Voraussetzungen für die Sicherheit der Methodik bei sachgerechter Durchführung und die stärkere Verbreitung der Methode im ambulanten immunbiologischen und regulationsmedizinischen Bereich gegeben.

SEM-009
Dr.med. Ralf Oettmeier

Die biologische Behandlung der Arthrose
Freitag, 21.9.2018 –14:30 bis 18:00 Uhr

Trotz gewisser genetischer Dispositionen ist die Arthrose nicht schicksalhaft, sondern entwickelt sich nach den Gesetzen der chronischen Erkrankungen multimodal. Das Gelenk als auf Bewegung und Tragkraft ausgerichtetes System ist dabei in alle metabolischen Prozesse eingebunden, deren pathologische Abweichungen die Entwicklung des Verschleißes bedingen. Werden diese konsequent therapeutisch korrigiert, sind unter Einbeziehung bewährter Naturheilmittel degenerativer Gelenkerkrankungen sehr gut beeinflussbar und ein künstlicher Gelenkersatz ist weitaus seltener notwendig. Beschwerden der Gelenke (einschließlich Wirbelsäule) stellen im deutschsprachigen Raum circa 55% der Gründe eines Arztbesuches bei Erwachsenen. Arthrose ist die Hauptursache für Invalidisierung, für Krankschreibung und Schwerbehinderung.
Neben der Ernährungweise und gravierend an Bedeutung zunehmenden Toxinen aus der Umwelt haben sich in den letzten Jahrzehnten unsere Bewegungsmuster und Lebensumstände verändert. Die Problematik betrifft sowohl den nutritiven, als auch entsorgenden Schenkel dieses spezialisierten Gewebes. Die Chondroblasten, welche ähnlich wie die im Bindegewebe für die Regeneration zuständigen Fibroblasten sämtliche Matrixbestandteile synthetisieren, benötigen für das kontinuierliche Remodelling ausreichend Synthesebausteine, Sauerstoff und Vitalstoffe. Auf Basis komplexer Analysen sämtlicher Gelenkkomponenten wurde ein ganzheitliches Pathogenesemodell der Arthrose entwickelt, welches einen chondralen und einen subchondralen Weg der Arthroseentwicklung unterscheidet. Im Seminar werden die wichtigsten Verfahren der biologischen Arthrose- und Rückenschmerztherapie erläutert und beispielhaft demonstriert. Konzeptionell wird unterschieden in lokale, segmentale, übersegmentale und systemische Behandlungsverfahren mit jeweils regulierender und regenerierender Zielstellung. Umfangreiche biologisch-medikamentöse (z.B. Neuraltherapie, Organotherapie, Thermokochsalztherapie, Homöopathie, orthomolekulare Medizin u.a.) wie auch nicht-medikamentöse Ansätze (z.B. äußere Anwendungen, Hochton- und Lasertherapie, Triggerpunkt- und Reflextechniken u.a.) werden als praktisch bewährtes Instrumentarium für eine erfolgreiche Arthrose und Rückenschmerzbehandlung zur Diskussion gestellt.
Die ganzheitlich biologische Arthrosetherapie sollte primär, die Verfahren der Schulmedizin im Versagensfalle komplementär zum Einsatz kommen!

SEM-017
Dr.med.dent. Heinz-Peter Olbertz

Systemische Parodontologie – Wissenswertes aus regulationsmedizinischer Sicht
Samstag, 22.9.2018 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Chronisch entzündliche Erkrankungen sind auf dem Vormarsch. Während die akute Entzündungsreaktion nach der Abwehr eines Pathogens beendet wird, verbleibt die chronische Entzündung als eine andauernde Überreaktion des Immunsystems dauerhaft aktiv. Es darf heute als gesichert angesehen werden, dass die Bakterien der oralen Biofilme die Auslöser der Entzündungskaskaden in der Pathogenese von Parodontitis und Periimplantitis darstellen. Die Ursache der Erkrankung liegt jedoch in der gestörten Immunabwehr des Patienten, die über die Ausschüttung proentzündlicher Zytokine zur Aktivierung der unspezifischen zellulären Abwehr führt. Als Ganzkörper-Funktionsdiagnostik kann hier der kinesiologische Muskeltest konventionelle Diagnoseverfahren ergänzen, indem er eine gut reproduzierbare Diagnostik von regulativen Funktionen des Organismus liefert. Von größtem Interesse ist die Verknüpfung dieser bioenergetischen Methode mit neuesten labortechnischen Möglichkeiten: Durch Granulozytentätigkeit wird im Parodont der Betroffenen das kollagenolytische Enzym Matrix-Metallo-Proteinase-8 aktiviert und damit das dreidimensionale Kollagenfasernetz des Zahnhalteapparates irreversibel zerstört. Die Bestimmung der aktivierten Matrix-Metallo-Proteinase-8 eignet sich daher hervorragend als Destruktionsmarker für den akut ablaufenden Gewebeabbau und kann zur Einschätzung der individuellen Immunkompetenz eingesetzt werden.

SEM-004
Dr.med. Monika Pirlet-Gottwald

Ernährungsmedizinische Bauch- und Labor-Diagnostik: Von Anamnese bis Zonulin – was ist notwendig und sinnvoll?“
Freitag, 21.9.2018 – 9:00 bis 18:00 Uhr

Das Seminar gibt einen Einblick in die diagnostischen Möglichkeiten und Notwendigkeiten einer ernährungsmedizinischen Praxis. Was muss eine Anamnese abfragen? Welche Information kann die manuelle Bauchdiagnostik geben? Was muss, was kann labor-diagnostisch abgeklärt werden: von Kohlenhydrat- und Proteinunverträglichkeiten bis zu immunologischen Konsequenzen? Welche Rolle spielt die Mikrobiota-Diagnostik? Wie kann kostensparend gearbeitet werden? Anhand von Patientenfällen soll die Praxis auch eingeübt werden.

SEM-020
Dr.med. Monika Pirlet-Gottwald

Ernährungsumstellung bei Diabetes 2 und Metabolisches Syndrom – zwischen Low carb und Punkte-zählen!
Samstag, 22.9.2018 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Aus dem Verständnis der Pathophysiologie zu einer erfolgreichen Therapie! Studienlage und Erfolgsquoten der Diäten und Ernährungsempfehlungen! Welche Rolle spielen immunologische Reaktionen, wie Unverträglichkeiten (auf Gluten, auf Milch), welche die sog. AGEs, das Mikrobiom?

SEM-005
Dr.med. Maren Pohl-Hauptmann

Klangmassage 1 nach Peter Hess
Freitag, 21.9. bis Samstag, 22.9.2018 – jeweils 9:00 bis 18:00 Uhr

Teilnehmer können in diesem Kurs die Basis-Klangmassage nach Peter Hess erlernen und dabei die Eigenerfahrung der tiefen Entspannung und wohltuenden Wirkungen erleben. Peter Hess fasst die Wirkungen der Klangmassage mit folgenden Worten zusammen: Der Ton der Klangschale berührt unser Innerstes, er bringt unsere Seele zum Schwingen, löst sanft Blockaden und setzt schöpferische Energie frei“. Es gibt unzählige Einsatzmöglichkeiten der Klangmassage von der Geburtshilfe bis zur Sterbebegleitung, von der Behandlung von Stress oder Schmerzen bis hin zur Psycho- und oder Trauma-Therapie. Lassen Sie sich überraschen.

SEM-025
Dr.med. Martha Ritzmann-Widderich

Therapeutisches Fasten in der Arztpraxis
Samstag, 22.9.2018 – 14:30 bis 18:00 Uhr

Gesundheit, Langlebigkeit, erhöhte Stressresistenz, Verbesserung von Stoffwechsel, cardio-vaskulären Risikorfaktoren, neuronaler Regeneration, psycho-physischem Befinden und Leistungsfähigkeit durch Mechanismen wie effektivere Zellreparatur und –Erneuerung sowie „Abfallbeseitigung“ (Phagozytose) etc. – dies wird laut Ergebnissen neuester wissenschaftlicher Forschung regelmäßigem Fasten zugeschrieben.
In den Medien finden diese Themen zunehmend Beachtung. Hierdurch wird Fastenführung nach Buchinger auch in der Praxis niedergelassener Ärzte häufiger nachgefragt, sowohl präventiv als auch therapeutisch.
Fasten in der alltäglichen Praxis ist eine wertvolle ergänzende Therapiemethode. Es senkt z.B. rasch die Insulinresistenz, lindert Schmerzen bei Migräne und Arthrose, ist entzündungshemmend, wirkt anti-atherogen, lindert Verdauungsbeschwerden, Heuschnupfen und Vieles mehr. Regelmäßig angewandt lassen sich oft Medikamentenkosten einsparen und das Gesamtbefinden wird deutlich gebessert. Auch die Korrektur ungünstiger Gewohnheiten fällt leichter. In diesem Kurs erhalten Sie genaue Anleitungen zu Organisation, Durchführung und Abrechnung von Fastenkursen in der Praxis.

AKU-049
Dr.med. Michael Rupprecht

Die besten Akupunkturindikationen: Kopfkrankheiten – Äquivalent für vier Qualitätszirkel
Mittwoch, 19.9. – 9:00 bis 18:00 Uhr / Donnerstag, 20.9.2018 – 9:00 – 12:30 Uhr

Der Praktikumskurs richtet sich an Kollegen / innen, die ihre Akupunkturtätigkeit auf dem Gebiet der Erkrankungen der Kopfregion ausbauen wollen und / oder die geforderten vier jährlichen Qualitätszirkel an einem Wochenende ableisten wollen.
Das Seminar ist so aufgebaut, dass in einer kleinen Gruppe mit maximal 15 Teilnehmern die Theorie und Praxis der Akupunkturbehandlung von häufigen und erfolgreich zu behandelnden Erkrankungen der Kopfregion erarbeitet und geübt wird.
Anhand der Differenzierung verschiedener Kopfschmerzformen erfolgt eine Einführung in die Chinesische Syndromdiagnostik.
Indikationsbeispiele: Kopfschmerzen, Sinusitis, trockene Makuladegeneration, Glaukom, Augmentierte Akupunktur der allergischen Rhino-Conjunctivitis nach Dr. Covic.
Ein auf die praktische Anwendung hin erstelltes Kursskript erleichtert das selbständige Arbeiten unmittelbar nach dem Kurs.
Das Einbringen von Fallbeispielen aus der eigenen Praxis ist erwünscht. Die persönliche Vorstellung eigener Patienten ist nach Voranmeldung möglich.
Voraussetzung für die Teilnahme ist eine abgeschlossene Grundausbildung Akupunktur (A-Diplom).
Der Kurs ist von der KV Baden-Württemberg als Ersatz für die Fallkonferenz/Qualitätszirkel nach § 5 Absatz 6 der Akupunktur-Vereinbarung anerkannt.

SEM-038
Dr.med. Michael Schreiber

Biologische Tumortherapie
Samstag, 22.9.2018 – 9:00 bis 18:00 Uhr

Die Ursache für Tumorerkrankungen ist letztendlich nicht bekannt, es handelt sich um eine Vielzahl möglicher schädlicher Einflüsse. Holistisch betrachtet muss der ganze Mensch unterstützt werden vor allem in seinen Funktionen, die ein optimal arbeitendes Abwehrsystem gewährleisten. Das oberste Therapieziel ist die Stärkung und Erhaltung einer möglichst hohen Lebensqualität, gerade auch in Zusammenarbeit mit der universitären Medizin. Die Zielsetzung der Leitlinientherapie ist die Beseitigung des Tumors, die komplementäre Medizin richtet sich an den Menschen, um seine eigenen Kräfte zur Tumorabwehr zu stärken und Nebenwirkungen der universitären Behandlung zu mildern. Wir sprechen von der Seele, der Ernährung, den Vitaminen und Spurenelementen, von Mikrobiologischer Therapie und Ozon-Sauerstoff-Therapie, Enzymen und und… Wir werden ganz praktisch die Durchführung einer solchen Therapie an uns gegenseitig üben einschließlich Infusionen. Fallbeispiele werden durchgesprochen und im Zwiegespräch mit dem eigenen Portfolio des Seminarteilnehmers optimiert. Der Einbau einer solch aufwendigen Behandlung in die ganz normale Kassenarztpraxis wird besprochen und geübt. Immer wieder geht es um den Menschen, der uns anvertraut ist. Ein spannendes Seminar zu ganz aktuellen Themen in jeder Hausarztpraxis!

SEM-006
Dr.med. Michael Schreiber

Moderne Praxis für Naturheilverfahren – was braucht man/Frau 2018 wirklich, welche Verfahren, Geräte, welches return?
Freitag, 21.9.2018 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Wer kennt es nicht – ein/e Kollege/in möchte eine Praxis für Naturheilverfahren übernehmen oder aufmachen oder erweitern und fragt sich, was er an Hardware und Software in der Praxis nun wirklich braucht – und was nur das i-Tüpfelchen wäre. Welche Verfahren sichern mir das Überleben neben den anderen Kollegen und welche sind wenig Personal intensiv, bieten aber einen hohen Return und geben dem Praxisinhaber Sicherheit. Über ein Viertel Jahrhundert praktische Arbeit als Kassenarzt und Seminarleiter im Gespräch mit zahlreichen Kollegen/innen haben mich gelehrt, über eine Wichtung in allen Bereichen der Praxis zu entscheiden, welche Verfahren mit MEINER – oder auch DEINER – Ausbildung besonders effektiv sind; wo ich wieviel Energie und Zeit investieren muss zur Ausübung der Therapie. Was hilft mir mit einem Minimum an Energie ein Maximum an Ergebnis zu erreichen, all das werden wir zusammen erarbeiten. Unter der Vielfalt an Angeboten auch an Geräten geht man/Frau schnell unter – wie treffe ich eine Entscheidung zur Investition? Was soll ich selber machen, was an die Helferin delegieren, und was beim Kollegen im Nachbarort in Kooperation machen – lassen? Wo bleibt meine eigene Freizeit und die Zeit für die Familie bei all der Praxis? Das Seminar richtet sich sowohl an junge Kollegen/innen, die sich neu niederlassen wollen, wie auch an Menschen, die sich verändern wollen – oder die ihr eigenes Verhalten im oft zu sehr dominierenden Alltag optimieren wollen. Ein Ansporn für jeden Arzt!

SEM-027
Prof.Dr. Hartmut Schröder, Marlen Schröder

Therapeutische Arbeit mit Klängen und Musik als Verfahren der nichtmedikamentösen Schmerztherapie
Sonntag, 23.9.2018 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Ausgehend von einem multimodalen Therapieansatz der Schmerzmedizin bildet die therapeutische Arbeit mit Klang- und Körperinstrumenten (insbesondere bei chronischen Schmerzen) den Schwerpunkt des Seminars.
Im Seminar wird zunächst ein Überblick über die Vielfalt sowie Möglichkeiten und Grenzen der nichtmedikamentösen Verfahren der Schmerzmedizin gegeben. Darüber hinaus soll vor allem Selbsterfahrung im Bereich der therapeutischen Arbeit mit Klängen ermöglicht werden – therapeutische Settings sowie Kasuistiken aus dem Bereich einer adjuvanten Therapie bei chronischen Schmerzen sollen vorgestellt werden. Die Entwicklung praktischer Kompetenzen und die Supervidierung für die eigene Praxis bilden den Kern des Seminars. Thematische Schwerpunkte sind:
• Das bio-psycho-soziale Schmerzmodell und der multimodale Ansatz bei chronischen Schmerzen
• Theorie und Praxis der klangbegleiteten Schmerzpsychotherapie – Kasuistiken und therapeutische Settings
• Ausgewählte Klang- und Körperinstrumente bei chronischen Schmerzen
• Therapeutische Kommunikation und Schmerzmedizin: Sprechen über Schmerzen
• Forschung und Qualitäts-Sicherung in der therapeutischen Arbeit mit Klängen und Musik

SEM-014
Dr.med. Rainer Stange

Leitender Arzt in einer naturheilkundlichen Klinik? – ein Baustein zu Ihrer Karriereleiter
Freitag, 21.9.2018 – 14:30 bis 16:00 Uhr

Naturheilkunde und Komplementärmedizin werden deutschlandweit derzeit in sieben Abteilungen angeboten, die der öffentlichen Versorgung dienen, ferner in zahlreichen Privatkliniken. In einigen Einrichtungen sind in den letzten Jahren erfreulicherweise Erweiterungen möglich gewesen, neue sind in der Planung. Obwohl sich sehr viele Ärzte in den entsprechenden Fachgebieten erfolgreich engagieren, fallen Bewerbungen für leitende Positionen in diesen Kliniken spärlich aus. Ein wachsendes und reifendes Fachgebiet benötigt aber ärztlich gut geführte Kliniken wegen der Konzentration fachlicher Kompetenz auch für die Weiterbildung, personeller und apparativer Möglichkeiten für schwierige Fälle sowie für Dokumentation und Forschung. Gründe für die im Vergleich zu anderen Fachgebieten ungewöhnliche Abstinenz für Leitungspositionen sollen verstanden und möglichen Einwänden gegen eine solche Tätigkeit begegnet werden.

SEM-016
Dr.med. Jürgen von Rosen

Der innere Arzt und das tiefe Unterbewusstsein
Samstag, 22.9.2018 – 9:00 bis 11:15 Uhr

Unser Gehirn soll 1084 Schaltmöglichkeiten haben. Mit dem rationalen Bewusstsein sollen wir ca. 60.000 Informationen pro Sekunde verarbeiten (linke Hirnhälfte). Mit der rechten Hirnhälfte sollen wir aber Millionen von Informationen pro Sekunde verarbeiten können, also ein Vielfaches davon. Diese ungenutzten Kapazitäten sind so wertvoll, dass jeder sich bemühen sollte, sein volles Potential zu entfalten. Wer profitiert davon? Hauptsächlich wir selbst, aber darüber hinaus unsere Mitmenschen und unsere Umwelt. Im Sinne der Quantenlehre sogar das ganze Universum.


Regina-Elisabeth Willems

Verjüngungsübungen der chinesischen Kaiser Hui Chun Gong
Samstag, 22.9. / Sonntag, 23.9.2018 – jeweils 8:00 bis 8:45 Uhr

Die bis vor einiger Zeit geheim gehaltenen, besonders raffiniert ausgeklügelten Qi Gong Übungen kann der weltweit vernetzte Mensch heute bewusst an sich selbst erfahren. Ich lade Sie ein einige energetisierende Bewegungs- und Atemabläufe spielerisch und leicht miteinander zu praktizieren. Der Geist kommt zur Ruhe, Lebensfreude wird eingeladen, Konzentration auf die hormonellen, regenerierenden Funktionen erzeugt, es entsteht eine innere Haltung und Bewusstheit in betont langsamen, aufeinander abgestimmten Bewegungen, die das QI, den Energiefluss anregen zu erspüren.
Wir leben seit 100 Jahren etwa vorwiegend in Häusern, genießen wir beim Kongress die Chance draußen in angenehmer Umgebung zu üben. Diese Übungen lassen sich leicht in jeden Praxisalltag integrieren, auch drinnen, ohne meist nicht vorhandene Extrazeit zu beanspruchen. Sie sind so geschickt aufgebaut, dass Sie auch ohne großen räumlichen Aufwand durchgeführt werden.
In unserem Kulturkreis gehen wir davon aus, dass Körper, Seele und Geist sich gegenseitig bedingen. Psychisch stabil sind in der Regel Menschen, die allen Forderungen der klassischen Naturheilverfahren lebensbejahend gerecht werden. Dies spiegeln die 5 Säulen nach Pfr. Kneipp wieder. Mit gewissen Ritualen und Rhythmus bleibt Zeit für das gewisse Etwas, was ein gelingendes Leben ausmachen kann.


Regina-Elisabeth Willems

Vital mit energetisierenden Übungen
Freitag, 21.9. / Samstag, 22.9.2018 – jeweils 13:30 bis 14:15 Uhr

Psychisch leidend sind die, die sich stark über- oder unterfordern ohne sich dessen bewusst sein zu müssen. Neben all den anderen weisen Schritten kann die sanfte, sinn-volle Bewegung wieder dazu beitragen sich besser wahrzunehmen, und es ist nie zu spät mit etwas Wohltuendem zu beginnen. Hier darf jeder starten in einen gelingenden Kongressnachmittag- und Abend.

SEM-007
Johan Peter Wölber

Ernährung als Schlüssel zur Prävention von Karies, Parodontitis und allgemeinen Erkrankungen
Freitag, 21.9.2018 – 9:00 bis 12:30 Uhr

Während der Zusammenhang zwischen Ernährung und Karies lange bekannt ist, zeigen immer mehr Studien auch einen Zusammenhang zu Zahnfleischentzündungen und allgemeinen Erkrankungen. Neben dem negativen Einfluss von einfachen prozessierten Kohlenhydraten, haben auch diverse Fettsäuren und eine mikronährstoffarme Ernährung einen entzündungsfördernden Einfluss. Dementsprechend fokussiert das Seminar auf Möglichkeiten mittels einer optimierten Ernährung sowohl Karies, Parodontitis als auch allgemeine Erkrankungen vorzubeugen.
Geprägt durch die Infektionstheorien wurden und werden Karies und Parodontitis immer noch vornehmlich als „Infektionskrankheiten“ betrachtet, mit der Konsequenz, dass viele aktuelle Therapiestrategien auf ein rein antibakterielles und plaquereduzierendes Vorgehen fußen. Allerdings stellt sich dabei die Frage nach der Kausalität der Therapie. Während Homo sapiens in Industrienationen mit hohen Prävalenzen von Karies, Parodontitis und metabolischen Erkrankungen zu kämpfen hat, zeigen wildlebende Menschen sowie andere wildlebende Primatenarten kaum derartige Erkrankungen – trotz fehlender Mundhygiene. Neuere ätiologische Studien, die vor allem Ökologie der Mikrobiologie und Ernährungsmedizin betrachten, belegen mittlerweile zweifelsfrei den lokalen und systematischen Einfluss der Ernährung auf orale Erkrankungen. Dabei scheint die westliche Industrieernährung, die Karies und Parodontitis verursacht, auch ursächlich für diverse metabolische Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes mellitus Typ II, Metabolisches Syndrom. Dementsprechend können Karies und Parodontitis – richtig verstanden – als Frühwarnsignale einer Fehlernährung betrachtet und entsprechend kausal therapiert werden.


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