Grußwort

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Kongressteilnehmer,

Willkommen zum 138. ZAEN-Kongress!
Das Leitthema kommt diesmal fast wie ein Modethema daher – Waldgesundheit ist in aller Munde, obwohl in Deutschland explizit noch gar nicht viel passiert ist. Implizit wusste die Naturheilkunde, dass Ruhe, Reinluft angereichert mit ätherischen Ölen aus Tannenzapfen u.a.m., Bewegung, kontemplative Naturbetrachtung und viele andere Phänomene des Waldes wie Vogelgesang schon immer einen Erlebnis- und Wirkkomplex darstellten, der seinesgleichen sucht.

Am Freitagnachmittag bieten wir Ihnen ein Rundgespräch zu Ayurveda, TCM und Naturheilkunde unter den besonderen Aspekten Konstitution und Individualität an. Hier sind Ihre Beiträge noch mehr als andernorts erwünscht.

Vor einem Jahr durfte ich Ihnen an dieser Stelle den Kollegen Dr.med. Klaus Truckenbrodt aus Laa/Österreich als neuen Stammreferenten für Osteopathie vorstellen, um dieses wichtige Gebiet höchst qualifiziert und perspektivisch dauerhaft weiter im ZAEN vertreten zu sehen. Inzwischen ist es gelungen, seine Kurse in Freudenstadt als Teil der Weiterbildung Osteopathie der Deutschen Gesellschaft für Osteopathischen Medizin (DGOM) zu integrieren. Das freut uns für Sie, weil Sie somit Teile dieser Weiterbildung auch in Freudenstadt absolvieren können.

Für den ZAEN war und bleibt es immer sehr wichtig, mit anderen Gesellschaften und Kurssystemen im Dialog zu bleiben und im Interesse der Teilnehmer für Durchlässigkeit der Weiterbildungen zu sorgen. In diesem Zusammenhang passen wir uns den meisten Mitanbietern an, und bieten die Fallseminare in der Weiterbildung Naturheilverfahren nicht mehr als kleinste Einheit tageweise mit 8 Stunden, sondern nur noch in 20-Stunden-Einheiten an. Übergangsregelungen werden selbstverständlich großzügig gewährt.

Auf vielfachen Wunsch ist der Samstagnachmittag zum fünften Mal in Folge jüngeren Forschungsergebnissen gewidmet. Hier sind wir bemüht, wichtige, im ZAEN vertretene Therapiegebiete vorzustellen, mittlerweile sind einige schon im 2. Durchgang.

Der Phytotag widmet sich diesmal dem Stellenwert von Phytotherapie in der Onkologie. Dieses wird v.a. dann immer sehr kontrovers, wenn Phytotherapeutika eine ausschlaggebende Rolle bei ‚Heilung‘, ‚Eindämmung‘ o.ä. des Krebses, also eine onkolytische Wirkung zukommen soll. Auch diese weisen viele Pflanzenextrakte in vitro auf, aus der klinischen Forschung lassen sich daraus bislang aber nur sehr wenige Kandidaten ableiten. Um so mehr sind Symptomkontrolle eine vornehme und von der konventionellen Onkologie oft vernachlässigte Aufgabe.

Zum Abschuss der litaneihafte Appell: helfen Sie uns bitte, durch persönliche Kommentare und Gespräche, natürlich auch Ihre Bewertungsbögen unser Angebot weiter zu verbessern und Ihren Bedürfnissen optimal anzupassen. Im Namen aller Dozenten, des Vorstandes, der Geschäftsführerin und der Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle wünsche ich Ihnen einen angenehmen und erfolgreichen Kongress!

Herzlichst

Ihr
Rainer Stange
Präsident des ZAEN