Procain besitzt über 20 unterschiedliche pharmakologische Eigenschaften, welches es zu einem Polychrest in der Anwendung gemacht hat. Nachdem man anfangs kleine Procaindosen intravenös bei Migräneanfällen und zum Abschluss von Neuraltherapiesitzungen appliziert hat, wurden in der Folge Infusionen mit ansteigender Menge vorgenommen. Auf diese Weise wurden erfolgreich internistische, dermatologische und schmerztherapeutische Indikationen behandelt. Mit den Entdeckungen von Prof. ASLAN hielt die systemische Procainapplikation auch Einzug in der Geriatrie und Neurologie. Durch die Kombination mit, auf den Säure-Basen-Status adaptierter Zugabe von Bikarbonat konnte die Effizienz der Procaininfusion gesteigert werden und setzte sich als ein Routineverfahren in der Regulations- und Schmerzmedizin durch.
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